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Zum Schutz der Wanderfalken: Wanderwegsperre im Bayerischen Wald | BR24

© Nationalpark Bayerischer Wald

Wanderfalken nisten meist direkt auf Felsen entlang von Wanderwegen, wie im Bayerischen Wald auf dem Wandersteig im Höllbachgespreng.

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Zum Schutz der Wanderfalken: Wanderwegsperre im Bayerischen Wald

Zum Schutz der Wanderfalken wird der Wandersteig durch das Höllbachgspreng am Großen Falkenstein im Nationalpark Bayerischer Wald ab dem kommenden Freitag gesperrt. Eine Umleitung zum Falkensteingipfel ist ausgeschildert.

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Weil sich die im Bereich des Höllbachgspreng am Großen Falkenstein (1.315 m) lebenden Wanderfalken jetzt auf ihre Brut vorbereiten, haben die Nationalparkleitung und das Landratsamt in Regen gemeinsam die Sperre des Steiges veranlasst. Nur so könne gewährleistet werden, dass die Vögel bei ihrem Brutgeschäft und der möglichen Aufzucht ihrer Jungen nicht gestört werden, heißt es in einer Mitteilung des Nationalparks.

Umleitung für Wanderer über Sulzschachten zum Gipfel

Die Wanderfalken richten ihre Horste meist direkt auf den Felsen entlang des Wanderwegs ein. Nationalparkranger beobachten unterdessen das Verhalten der Wanderfalken weiter. Sollte ihre Brut erfolgreich sein, dauert die Sperre des Wandersteigs im Höllbachgspreng bis maximal Ende Juni. Eine Umleitung ist ausgeschildert, sie führt über den Sulzschachten zum Gipfel. Wanderer können also weiter von Scheuereck bis zum Falkenstein aufsteigen.

Wegegebot zum Schutz bedrohter Tierarten

In diesem Zusammenhang weist die Nationalparkverwaltung auf das Wegegebot in der Kernzone des Parks hin. Markierte Wege und Loipen dürfen nicht verlassen werden. Vor allem weist die Parkverwaltung auch auf saisonale Wegeeinschränkungen hin - sie dienen dem Schutz bedrohter Tierarten wie zum Beispiel auch dem Auerhuhn.

Beim Verlassen markierter Wege drohen Bußgelder bis zu 4.000 Euro

Auch im Böhmerwald bereiten Wintersportler den Verantwortlichen im Nationalpark Sumava zunehmend Probleme. In einer heute veröffentlichten Mitteilung heißt es, jede Woche machten sich hunderte Skitourengeher in Richtung Plöckenstein, Dreisesselberg und Plöckensteinsee auf. Viele von ihnen verlassen dabei die markierten Wege. Dabei gefährden sie nicht nur seltene Tierarten, sondern auch ihr eigenes Leben. Denn auf den verschneiten Wegen und Hängen drohen unsichtbare Gefahren. Nationalparkranger seien deswegen bis in den Abend im Einsatz.

Sie können bei Verstößen gegen das Wegegebot Bußgelder bis zu 400 Euro verhängen, die tschechischen Naturschutzbehörden sogar Strafen bis 4.000 Euro. Die Parkverwaltung Sumava berichtet von einem Fall, bei dem Skitourengeher aus Österreich die tschechischen Parkranger sogar angegriffen haben.