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Zukunftspläne fürs Wasserschloss Taufkirchen an der Vils | BR24

© Förderverein Schloss Taufkirchen, Bodo Gsedl, u.a.

Das Taufkirchner Wasserschloss: Auf der geräumigen Terrasse vor dem Schloss finden im Sommer Konzerte und private Feiern statt.

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Zukunftspläne fürs Wasserschloss Taufkirchen an der Vils

Das Wasserschloss in Taufkirchen gehört jetzt der Gemeinde – nach langen Diskussionen fiel die Entscheidung für den Kauf. Kindergarten, Musikschule und andere Vereine dürfen ihre Nutzflächen behalten. Für die leerstehenden Räume gibt es viele Ideen.

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Die aufwändige Sanierung des Schlosses ist noch nicht abgeschlossen, laut Angaben der Gemeinde belaufen sich die Sanierungskosten auf insgesamt 2,6 Millionen Euro.

Pro Jahr muss außerdem mit 30.000 Euro Betriebskosten gerechnet werden. Das kann die Gemeinde stemmen, so Bürgermeister Franz Hofstetter – unter anderem durch Mieteinnahmen.

"Es ist alles sehr vorsichtig kalkuliert. Insofern habe ich keine Angst, dass es jetzt oder auch in Zukunft nicht finanziell zu meistern wäre für die Gemeinde." Bürgermeister Franz Hofstetter

Kulturelle Veranstaltungen im Schloss

Bereits jetzt wird das Schloss für viele verschiedene Zwecke genutzt: Ein Kindergarten hat dort Räumlichkeiten, außerdem eine Musikschule und eine Wohngemeinschaft für psychisch kranke Menschen.

Zahlreiche Veranstaltungen kommen hinzu, wie zum Beispiel ein Open Air-Kino auf der Südterrasse, ein Adventskalender mit Auftritten lokaler Künstler sowie das jährliche Jazzkonzert "Jazz im Schloss".

Mit dem Kauf des Wasserschlosses bringt Taufkirchen ein Stück Geschichte in Gemeindebesitz: 1263 wurde das Wasserschloss erstmal urkundlich erwähnt – damit ist es über 750 Jahre alt.

© Förderverein Schloss Taufkirchen, Bodo Gsedl, u.a.

Zerstörung des Westflügels nach dem Schlossbrand 1919: Die oberen beiden Stockwerke wurden komplett zerstört, die beiden unteren schwer beschädigt. Zwei Jahre dauerten Wiederaufbau und Renovierung.

© Förderverein Schloss Taufkirchen, Bodo Gsedl, u.a.

Ein Kupferstich von 1698 zeigt die Schlossanlage, erstmals urkundlich erwähnt wurde das Schloss 1263. Um 1700 beauftragte Kurfürst Ferdinand Maria seinen Hofkupferstecher Michael Wening, alle Sehenswürdigkeiten des Landes aufzuzeichnen. Dieser erstellte 1698 zwei Stiche, die die prächtige Schlossanlage sowohl von Norden als auch von Süden zeigen.