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Zugverkehr in Ostbayern: Neue Ausschreibung beginnt | BR24

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Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) schreibt Zug-Verbindungen zwischen dem Münchner Hauptbahnhof und Ostbayern aus.

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Zugverkehr in Ostbayern: Neue Ausschreibung beginnt

Auf den Bahnstrecken München-Landshut-Regensburg und München-Landshut-Plattling-Passau könnten ab 2024 neue Bahn-Unternehmen fahren. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft hat die Ausschreibung gestartet, auch für den Express zum Münchner Flughafen.

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Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) schreibt Zug-Verbindungen zwischen dem Münchner Hauptbahnhof und Ostbayern neu aus. Konkret geht es um den elektrischen Regionalzugverkehr von der Landeshauptstadt sowie dem Flughafen München über Landshut nach Regensburg oder Passau. Der Zuschlag soll 2020 erfolgen.

Neuer Betreiber soll 2024 starten

Das künftige Donau-Isar-Netz wird den heutigen Flughafen-Express, den bereits bestehenden Donau-Isar-Express und die Regionalbahn von Freising nach Landshut umfassen. Der Zuschlag soll nach Angaben der BEG Mitte des kommenden Jahres erteilt werden. Ende 2024 soll der künftige Betreiber den Betrieb aufnehmen. Der Vertrag ist auf zwölf Jahre angelegt. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft bestellt in einer ersten Betriebsstufe rund 5,3 Millionen Zugkilometer pro Jahr. Die zweite Betriebsstufe wird dann nur noch 5 Millionen Zugkilometer im Jahr umfassen, wie es in einer Mitteilung der BEG heißt. Das Bestellvolumen reduziere sich, da die Regionalbahn Freising-Landshut in einer neuen Regional-S-Bahn aufgehen werde, so die BEG.

Fahrplan soll engmaschiger werden

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft kündigte schon vor Vertragsbeginn Verbesserungen für die betroffenen Linien an. Beim Flughafen-Express sollen bereits zum kommenden Fahrplanwechsel Taktlücken am Morgen und am Abend geschlossen werden, beim Donau-Isar-Express zum Fahrplanwechsel im nächsten Jahr. Wenn das künftige Donau-Isar-Netz 2024 in Betrieb geht, soll die Regionalbahn zwischen Landshut und Freising außerdem stündlich fahren. Die BEG stellt zudem in Aussicht, dass die Regionalexpress-Züge auf der Strecke zwischen München und Landshut/Plattling/Regensburg in den Hauptverkehrszeiten öfter fahren werden, sobald die zweite S-Bahn-Stammstrecke in München eröffnet ist. Dies könnte nach Angaben der BEG im Jahr 2028 der Fall sein.

BEG stellt klare Anforderungen an Bewerber

Für Bewerber gibt es klare Anforderungen: Die Eisenbahngesellschaft fordert in der Ausschreibung Neufahrzeuge mit elektrischem Antrieb und großer Kapazität; diese müssen außerdem barrierefrei sein: mit rollstuhlgerechter Toilette und mindestens zwei Rollstuhlplätzen pro Zugteil. Auch für Fahrräder, Kinderwägen und Gepäck sollen die neuen Züge Platz bieten. Jeder zweite Einstiegsbereich muss nach den Vorgaben der BEG variable Mehrzweckbereiche aufweisen.

Die Züge, die zum Münchner Flughafen fahren, müssen außerdem den Flughafentunnel-Bahnhof befahren dürfen. Neben einer hohen Pünktlichkeit der Züge gibt es auch Mindestvorgaben für die Anzahl von Sitzplätzen vor allem in Stoßzeiten des Berufs- und Schülerverkehrs. Außerdem muss jeder Zug über einen Zugbegleiter verfügen und die Betreiber müssen einen Ersatzlokführer als Bereitschaft bei Krankheitsfällen stellen.

DB Regio musste zuletzt Rückschläge einstecken

Bislang betreibt die Deutsche Bahn den Donau-Isar-Express und den Flughafen-Express mit ihrer Tochtergesellschaft DB Regio. Diese hat allerdings bereits im Regionalgeschäft Rückschläge hinnehmen müssen: Den Fugger-Express zwischen München und Schwaben betreibt vom Jahr 2022 an ein britisches Unternehmen.