Zugunglück von Garmisch-Partenkirchen
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Zugunglück von Garmisch-Partenkirchen

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Zugunglück Burgrain: Soko "Zug" sucht Zeugen und Bildmaterial

Nach dem Zugunglück in Burgrain gehen die Ermittlungen nach der Unglücksursache weiter. Die Soko "Zug" sucht Zeugen sowie Bild- und Videomaterial vom Unfalltag.

Mehr als eine Woche nach dem Zugunglück bei Burgrain in Garmisch-Partenkirchen ist die Ursache noch immer unklar. Die Sonderkommission "Zug" sucht jetzt Fahrgäste aus dem Unglückszug, welche bislang noch keinen Kontakt zur Polizei hatten. Außerdem hat die Soko ein eigenes Medien-Upload-Portal geschaltet, auf welches Zeugen Bilder und Videos im Zusammenhang mit dem Unglück hochladen sollen.

Hinweistelefon eingerichtet: Zeugen sollen sich melden

Die Soko geht davon aus, dass bisher nicht alle Insassen des Unglückszuges erreicht werden konnten. Möglicherweise unverletzte oder nur leicht verletzte Personen könnten sich eigenständig von der Unfallstelle entfernt haben, bevor ihre Personalien aufgenommen werden konnten, so die Polizei.

Diese Fahrgäste, die bislang keinen Kontakt mit der Polizei hatten, werden gebeten, sich in der Zeit von Montag, 13. Juni, bis Mittwoch, 15. Juni 2022, jeweils zwischen 9 Uhr und 15 Uhr beim speziell eingerichteten Hinweistelefon mit der Rufnummer 0800-5565101 zu melden.

Polizei sucht Besitzer zurückgelassener Gegenstände

Laut Polizei verließen die meisten Fahrgäste nach dem Unfall fluchtartig die verunfallten Waggons und ließen ihre persönlichen Dinge wie Reisegepäck und Dokumente zurück. Diese Gegenstände seien durch die Kriminalpolizei sichergestellt und vorübergehend sortiert worden, konnten aber noch nicht allen Fahrgästen wieder zugeordnet oder zurückgegeben werden, heißt es.

Die Soko Zug bittet daher betroffene Zuginsassen, sich zu melden, um die sichergestellten Gegenstände nach und nach zuzuordnen und an die rechtmäßigen Besitzer zurückgeben zu können.

Medien-Upload-Portal der Polizei ist online

Die Sonderkommission schließt nicht aus, dass Fahrgäste am Unfalltag vor oder nach dem Entgleisen des Zuges mit eigenen Smartphones oder Tablets Bilder oder Videos von der Zugfahrt oder der Situation nach dem Unfall aufgenommen haben. Die Polizei erhofft sich von solchen Aufnahmen Hinweise oder Anhaltspunkte für die Ermittlungen. Inhaber von Bild- oder Videoaufnahmen, die vor der Abfahrt des Zuges, während der Fahrt bis zum Unfall oder nach dem Entgleisen an der Unfallstelle entstanden sind, werden daher gebeten, ihre Aufnahmen den Ermittlern zur Verfügung zu stellen.

Hierzu hat die Bayerische Polizei in ihrem Internetangebot für die Dauer von zwei Wochen ein eigenes Medien-Upload-Portal eingerichtet. Hier geht es zum entsprechenden Link.

34-Jährige weiter in Lebensgefahr

Der Zug war am Freitag, den 3. Juni 2022, im Bereich des Garmisch-Partenkirchener Ortsteils Burgrain aus bislang unbekannten Gründen entgleist.

Fünf Menschen kamen ums Leben, 16 wurden schwer und 52 leicht verletzt. Der Zustand einer 34-jährigen Frau ist nach wie vor kritisch.

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