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Zugspitze taut auf – Gefahr von Felsstürzen | BR24

© picture alliance/dpa/Peter Kneffel

Gletscher auf der Zugspitze

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    Zugspitze taut auf – Gefahr von Felsstürzen

    Da die Durchschnittstemperaturen in Bayern steigen, taut das Eis im Inneren der Zugspitze in den Sommern weiter auf. Forscher entdeckten eine wachsende Lücke im Perma-Frost. Dadurch werden Felsstürze wahrscheinlicher, da das Eis als Kit ausfällt.

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    In den vergangenen 130 Jahren ist die Durchschnittstemperatur in Bayern um 1,4 Grad gestiegen. Das hat auch Folgen für die Zugspitze. So machten Forscher der TU München bei einer Messung im Inneren der Zugspitze eine erschreckende Entdeckung: Die Permafrost-Linse, ein Kern im Inneren der Zugspitze, der seit Jahrtausenden gefroren ist, ist kleiner geworden. Derzeit ist das Eis im Zugspitzgipfel sogar auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Messungen vor zehn Jahren. Da der Permafrost den Berg stabil hält, wird es immer wahrscheinlicher, dass sich Gestein löst.

    "Normalerweise taut der Fels fünf Meter rein, dieses Jahr ist er fast zehn Meter reingetaut. Das heißt es gibt gewisse Felsbereiche, die sind das erste Mal seit hunderten oder tausenden von Jahren jetzt aufgetaut. Wenn sich da gerade eine Kluft befindet, die anfällig ist, dann kann das auch zu Felsstürzen führen." Michael Krautblatter, Geologe und Professor an der TU München

    Für Einheimische und den Tourismus wäre das katastrophal - fast 600.000 Touristen besuchen jährlich die Zugspitze.