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Zugausfälle bei Alex und Oberpfalzbahn wegen Lokführermangel | BR24

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Weil zu viele Lokführer krank sind, schränkt die Länderbahn ab heute den Zugverkehr auf mehreren Strecken in der Oberpfalz ein. Betroffen sind die Verbindungen Regensburg-Prag, Weiden-Regensburg sowie Schwandorf-Furth im Wald.

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Zugausfälle bei Alex und Oberpfalzbahn wegen Lokführermangel

Reisende in Bayern müssen ab Dienstag mit weiteren Zugausfällen rechnen. Betroffen sind sowohl der Alex als auch die Oberpfalzbahn. Der Grund: Lokführermangel. Der Betreiber verspricht einen Schienenersatzverkehr.

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In den kommenden Tagen fallen sowohl beim Alex als auch bei der Oberpfalzbahn vermehrt Züge aus. Das hat die Länderbahn, die die beiden Zuglinien betreibt, in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Betroffen seien ab Dienstag die Verbindungen des Alex-Nord-Zugs München-Regensburg-Schwandorf-Prag/-Hof sowie der Oberpfalzbahn auf der Strecke Marktredwitz-Weiden-Regensburg sowie Schwandorf-Cham-Furth im Wald der Oberpfalzbahn.

Schienenersatzverkehr: Pendler müssen mit längeren Fahrzeiten rechnen

Ein erhöhter Krankenstand, die beginnende Urlaubszeit sowie die Personalsituation allgemein im bayerischen Schienenpersonalverkehr habe zu einem Lokführermangel geführt. Statt der Züge werden bis Anfang September vor allem morgens und abends Busse auf den betroffenen Verbindungen fahren. Fahrgäste müssen längere Fahrtzeiten in Kauf nehmen und verpassen teilweise Anschlüsse, wie aus dem Ersatzfahrplan hervorgeht. Einige Verbindungen der Oberpfalzbahn fallen komplett aus.

Mit dem Ende der Sommerferien in Bayern solle sich die Lage wieder entspannen und die Verbindungen wieder von Zügen befahren werden, sagte ein Sprecher.

Serbische Lokführer sollen künftig in Bayern fahren

Gleichzeitig hat die Länderbahn nun besondere Maßnahmen ergriffen, um mehr Personal auszubilden. So hat die Länderbahn zehn Lokführer aus Serbien nach Deutschland geholt. Diese erhalten derzeit eine Sprachausbildung an der Westsächsischen Hochschule in Zwickau und sollen nach BR-Informationen danach auch in Bayern eingesetzt werden.

Bereits im vergangenen Jahr fielen im Sommer Verbindungen zwischen Regensburg und Hof aus. Die meisten Züge konnten damals nicht fahren, weil das Personal krank war.

In den vergangenen Wochen war es auch bei anderen Privatbahnen in Bayern zu Personalnot gekommen. So hat die Bayerische Regiobahn beispielsweise den Verkehr zwischen Ingolstadt und Eichstätt sowie zwischen Augsburg und Ingolstadt massiv ausgedünnt. Die BRB nannte als Grund konkret den Mangel an Lokführern.

Video: Lokführer - ein Beruf verliert an Reiz

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Es war einmal: Fast jedes Kind wollte Lokomotivführer werden. Die Zeiten sind vorbei, ganze Branche ist dringend auf der Suche nach Frauen und Männern, die die großen PS-starken Züge durchs Land bewegen wollen. Auch der private Bahnbetreiber Agilis.