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Klagen von Fischern und der SPD | BR24

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Klagen von Fischern und der SPD

Der Landesfischereiverband Bayern beklagt, dass der Fluss "Prien" im Landkreis Rosenheim versiegt, weil Wasserkraftbetreiber zu viel Wasser ausleiten. Der SPD-Landtagsabgeordnete Florian von Brunn will das Problem im Landtag zur Sprache bringen.

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Der Landesfischereiverband Bayern wirft Wasserkraftbetreibern vor, das Flussbett der Prien auszutrocknen. Die Wehre würden nahezu das gesamte Wasser in Kanäle und zu den Triebwerken leiten, und im Flussbett verbleibe so gut wie kein Wasser, sagt Johannes Schnell vom Landesfischereiverband. Man habe sich bereits mehrfach an das Rosenheimer Landratsamt gewandt, um die Restwasser-Problematik an der Prien in den Griff zu bekommen - ohne Erfolg.

Um auf die Problematik aufmerksam zu machen, gab es gestern einen Vor-Ort-Termin mit dem SPD-Umweltpolitiker Florian von Brunn an einem Wehr unterhalb von Wildenwart. Von Brunn will das Thema nun im Bayerischen Landtag zur Sprache bringen. Der Landtagsabgeordnete verweist auf die Europäische Wasserrahmenrichtlinie, die vorschreibe, dass Gewässer in einem gutem Zustand und für Fische in beide Richtungen durchgängig sein müssen.

Problematische Altrechte

Von Brunn fordert das Umweltministerium auf, diese EU-Richtlinie umzusetzen und endlich die Frage der Altrechte zu klären. In Bayern gebe es bei 1700 kleinen Wasserkraftanlagen Altrechte. Hier sei nicht genau festgelegt, wieviel Wasser entnommen werden darf. "Manchmal ist die Frage zu stellen, ob es sinnvoll ist, Kleinstanlagen aufrecht zu erhalten, die Gewässer schädigen", resümiert Florian von Brunn.

An der Prien gibt es zwischen Sachrang und dem Chiemsee insgesamt 7 kleine Wasserkraftwerke. Auf Nachfrage erklärt das Landratsamt Rosenheim, die Misstände seien bekannt und ein Konzept angedacht. Die Kraftwerksbetreiber würden aufgefordert, künftig in der Ausleitungsstrecke der Prien mindestens 400 Liter Wasser pro Sekunde zu belassen.