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Zu viele Hausbesuche? Ärztin vor Beschwerdeausschuss | BR24

© BR/Anne-Lena Schug

Eine Ärztin aus Rohr in Niederbayern muss sich vor der Prüfungsstelle Ärzte Bayern verantworten. Sie soll zu viele Hausbesuche gemacht haben. Diese waren jedoch dringend notwendig entgegnet die Ärztin. Jetzt muss die Prüfstelle entscheiden.

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Zu viele Hausbesuche? Ärztin vor Beschwerdeausschuss

Eine Ärztin aus Rohr in Niederbayern muss sich vor der Prüfungsstelle Ärzte Bayern verantworten. Sie soll zu viele Hausbesuche gemacht haben. Diese waren jedoch dringend notwendig entgegnet die Ärztin. Jetzt muss die Prüfstelle entscheiden.

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Weil sie zu viele Hausbesuche gemacht haben soll, entscheidet die Prüfungsstelle Ärzte Bayern am Mittwoch in Regensburg darüber, ob die Hausärztin Dr. Petra Lütz aus Rohr in Niederbayern (Lkr. Kelheim) Teile ihres Honorars zurückzahlen muss. Insgesamt könnte es sogar um eine Summe von mehreren Zehntausend Euro gehen.

585 Hausbesuche im Quartal

Die Wirtschaftlichkeitsprüfung der Prüfungsstelle Ärzte Bayern hatte ergeben, dass die Landärztin im dritten Quartal 2017 zu viele Hausbesuche gemacht habe und damit unwirtschaftlich arbeite. Sie hätte Hausbesuche aufschieben oder zusammenfassen können. Die Prüfungsstelle fordert, bestimmte Patienten nur halb so oft zu behandeln.

Lütz hat in diesen drei Monaten 585 Hausbesuche gemacht. Die sind jedoch nach Auffassung der Ärztin dringend nötig gewesen. Deshalb hatte die Ärztin gegen die Wirtschaftlichkeitsprüfung Einspruch eingelegt. Da es in Rohr keine anderen Hausärzte mit der fachspezifischen Ausrichtung in der Palliativmedizin gibt, sei sie allein für ein Altersheim mit 169 Bewohnern, darunter auch Palliativpatienten, zuständig, so Lütz zum BR. Würde sie die Patienten dort nicht behandeln, müssten diese ins Krankenhaus. Das wäre deutlich teurer als ein Hausbesuch von ihr, so Dr. Lütz.

Prüfungsstelle: Patienten nur alle sechs Wochen besuchen

Derzeit besucht Lütz einen Patienten im Schnitt alle vier Wochen. Die Prüfungsstelle fordert, die Patienten im Schnitt nur alle sechs Wochen zu besuchen. Das sei gerade bei den Palliativpatienten oder bei akuten Fällen im Altersheim gar nicht vertretbar, argumentiert Lütz.

Bleibt die Prüfstelle bei ihrer Haltung könnte es sein, dass Lütz auch Teile der Honorare der Folgequartale zurückzahlen müsse.