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"Zu viele Autos": Staus und stockender Verkehr in Richtung Süden | BR24

© Matthias Balk/dpa

Dichter Verkehr schiebt sich über die A8 bei Hofolding.

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"Zu viele Autos": Staus und stockender Verkehr in Richtung Süden

Auf Bayerns Autobahnen hat am Samstag dichter Reiseverkehr zu etlichen Staus und Behinderungen geführt. Schwerpunkt sei die A8 in Richtung Süden. Die Fahrverbote in Salzburg hingegen behindern den Verkehrsfluss auf der Tauernautobahn bisher nicht.

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Autofahrer, die gen Süden reisen, müssen sich dieses Wochenende in Geduld üben. Seit Freitag sind neben dem einwohnerstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen auch in Teilen der Niederlande Sommerferien. Alle deutschen Bundesländer außer Bayern und Baden-Württemberg haben nun frei - und das macht sich bemerkbar.

"In der Summe stockt es öfter - das kostet Zeit", bilanzierte ein Sprecher des ADAC am Samstagmittag. Der ADAC hatte bereits vorab mit einem "der schlimmsten Reisewochenenden" gerechnet.

Viel Verkehr auf der A8 in Richtung Süden

Schwerpunkt und damit staugefährdet sei die A8 in Richtung Süden. Zwischen Weyarn und dem Irschenberg sowie bis zum Dreieck Inntal ging es den Angaben zufolge über mehrere Stunden auf mehr als 30 Kilometern nur im "Stop-and-go"-Modus voran. Reisende dürften hier mindestens eine halbe Stunde Zeit verlieren. Die gute Nachricht sei aber immerhin, "dass der Verkehr überall rollt", so der ADAC.

A9 stellenweise in beide Richtungen dicht

Auf der A3 bei Würzburg stockte der Verkehr Richtung Süden auf mehreren Kilometern Länge. Die A9 war dem ADAC zufolge am Mittag stellenweise in beiden Richtungen dicht. "Wer hier unterwegs ist, hat gerade wenig Freude", sagte der Sprecher.

Zum Beispiel gebe es durch Baustellen wie rund um Pfaffenhofen immer wieder Staus von mehreren Kilometern Länge.

"Es sind einfach zu viele Autos auf einmal." Sprecher des ADAC

Eine Besserung der Verkehrslage sei vorerst nicht in Sicht - zumindest am Wochenende. Der Sonntag werde laut ADAC mindestens genauso wie der Samstag. Der Verband rate Urlaubern, sich eher an Wochentagen oder nachts auf den Weg zu machen, erinnert jedoch: "Nachts soll man natürlich nur fahren, wenn man ausgeruht ist und sich das zutraut."

Seit Samstag auch Fahrverbote in Salzburg

Österreich hat am Wochenende die Fahrverbote ausgeweitet. Seit 6 Uhr am Samstag besteht in Salzburg eine Sperre auf der A10 zwischen Puch bei Hallein und St. Michael im Lungau auf 100 Autobahnkilometern - visuell zu erkennen an den rot-weißen Sperrschildern. So soll verhindert werden, dass Urlauber von der A10 abfahren und Ausweichrouten über die Dörfer benutzen.

Bis Samstagmittag war es auf der Tauernautobahn A10 im regnerischen Salzburg allerdings nach wie vor ruhig. Der Verkehr floss ohne Staus.

Sobald Stau entstehen sollte, kontrollieren die Einsatzkräfte an den Abfahrten. Auch in Ortschaften, wie zum Beispiel der stark vom Durchreiseverkehr betroffenen Gemeinde Grödig, wird bei Bedarf gesperrt, bestätigt der Pressesprecher des Bundeslandes Salzburg, Franz Wieser.

Urlauber sollen auf der Hauptreiseroute bleiben

Auf die Frage, ob das legal sei, sagt Wieser: "Das müssen dann, wenn es Klagen gibt, natürlich Gerichte entscheiden."

"Wir sind der Meinung, dass es natürlich legal ist und dass es für die Sicherheit der heimischen Bevölkerung unumgänglich ist, hier wirklich zu schauen, dass Navis nicht automatisch ableiten, dass Urlauber auf der Hauptreiseroute bleiben." Franz Wieser, Pressesprecher des Bundeslandes Salzburg

Pressesprecher des Landes Salzburg: "Wir wollen niemanden ärgern"

© BR

Nach Tirol hat auch Salzburg ein Abfahrverbot für Urlauber erlassen, die auf dem Weg Richtung Süden sind. Der Pressesprecher des Landes Salzburg erklärt, warum dieser Schritt nötig wurde.

Polizei beobachtet Autobahn über Kameras

Über Kameras beobachtet die Landespolizeidienstelle Salzburg, wie es auf der Autobahn aussieht und reagiert bei Bedarf. Wenn es so ruhig bleibt, dann wird es der Prognose nach auch so ruhig weitergehen, sagt Nina Laubichler, Sprecherin der Landespolizeidienststelle Salzburg.

Stau umfahren kostet 35 Euro

Autofahrer, die erwischt werden, wie sie einen Stau umfahren wollen, müssen 35 Euro zahlen. Mit einer Anzeige müssen sie nicht rechnen. Wer belegen kann, dass er Anrainer ist oder ein Zimmer gebucht hat, darf weiterfahren. Auch einen Kaffee trinken oder Essen gehen gilt als Zielverkehr.

Auch in Tirol sind die Landstraßen rund um Innsbruck sowie in Kufstein und Reutte wieder gesperrt.

© BR/Laila Heyne

Über Kameras beobachtet die Landespolizeidienstelle Salzburg, wie es auf der Autobahn aussieht und reagiert bei Bedarf.

© BR

Nach Tirol hat jetzt auch Salzburg die Nebenstrecken für den Transitverkehr gesperrt. Bisher läuft der Verkehr auf der Tauernautobahn normal. Die österreichische Polizei kontrolliert nur, sobald ein Stau entsteht.