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Zu oft geschwänzt: Vater und Sohn droht Bußgeld | BR24

© picture alliance/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Ein Schüler hebt in einem Klassenzimmer die Hand und meldet sich (Symbolbild).

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    Zu oft geschwänzt: Vater und Sohn droht Bußgeld

    Seitdem das neue Schuljahr begonnen hat, ist ein Schüler aus Eggenfelden erst einmal im Unterricht erschienen. Das Landratsamt Rottal-Inn wurde darüber verständigt - jetzt droht seinem Vater deswegen ein empfindliches Bußgeld.

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    Ein 14 Jahre alter Junge und sein Vater aus Eggenfelden im Landkreis Rottal-Inn müssen mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen. Der Grund: Seit Beginn des Schuljahres war der 14-Jährige erst einmal im Unterricht.

    Vater und Sohn waren zuhause

    Laut Polizei Eggenfelden wurden die Beamten von der Schule verständigt, als der Bub am Montag erneut im Unterricht fehlte. Die Beamten trafen den 14-Jährigen und dessen Vater zuhause in der Wohnung an. Jedoch waren weder der Jugendliche noch dessen Vater von der Schulpflicht zu überzeugen, sodass das Landratsamt Rottal-Inn informiert wurde, so ein Sprecher der Polizei.

    Begründung: Handyakku war leer

    Als Grund für das wiederholte Fernbleiben des 14-Jährigen gaben Vater und Sohn an, dass sie verschlafen hätten, da der Handyakku leer gewesen sei. Die beiden müssen nun mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen, da der Bub von der Schulpflicht nicht befreit ist.

    Pro Fehltag gibt es 20 Euro Strafe

    Laut einem Sprecher des Landratsamts Rottal-Inn ist für jeden versäumten Schultag ein Bußgeld in Höhe von 20 Euro fällig. Das seien in einer Woche 100 Euro, die der Schüler rein theoretisch begleichen müsse. Damit es aber erst soweit kommt, müsse die zuständige Schule einen Antrag auf das Bußgeldverfahren stellen. Noch sei im Fall des 14-Jährigen aber kein Antrag beim Landratsamt eingegangen, so der Sprecher.

    200 Verfahren pro Jahr gegen Schulschwänzer

    Pro Jahr würden alleine im Landkreis Rottal-Inn 200 Verfahren gegen Schulschwänzer eingeleitet. Es komme auch vor, dass ein verhängtes Bußgeld nicht gezahlt werde. Dann würde die Summe vom zuständigen Amtsgericht in Sozialstunden umgewandelt. Werden diese ebenfalls nicht angetreten, bleibt am Ende nur der Jugendarrest.