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Zu lasche Tour? Mountainbiker verklagen Reiseveranstalter | BR24

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Mountainbiker verklagen Veranstalter

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Zu lasche Tour? Mountainbiker verklagen Reiseveranstalter

Weil eine Mountainbike-Tour nicht ihren Erwartungen entsprochen hat, wollten drei Teilnehmer vom Veranstalter ihr Geld zurückhaben. Knapp 1.300 Euro hatte die Reise pro Person gekostet. Beim Amtsgericht München sind sie damit aber abgeblitzt.

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Die "Transalp Mountain Rad Tour" führte von Grainau an der Zugspitze zum Gardasee – 400 Kilometer, abseits der Pisten. Eine Tour für Radler mit sehr guter Kondition und guter Bikebeherrschung, schließlich seien 10.700 Höhenmeter zu bewältigen – so jedenfalls war die Tour ausgeschrieben.

Kläger: "Guide konditionell angeschlagen und zu viele Pinkelpausen"

Tatsächlich waren es aber nicht ganz so viele Kilometer, auch weniger Höhenmeter und dann auch noch 100 Kilometer auf Asphalt, kritisierten die drei Kläger. Der Guide sei zudem unhöflich und konditionell angeschlagen gewesen, etwa eine Stunde habe die Gruppe auf ihn warten müssen – und es habe auch zu viele Pinkelpausen gegeben.

Amtsgericht gibt Reiseveranstalter recht

Es sollte ja kein Radrennen und auch keine Trailtour sein, betonte dagegen der Reiseveranstalter aus dem Landkreis München, und das Amtsgericht gab ihm recht: Aus der Reisebeschreibung gehe nicht hervor, dass ein "sportliches Hochleistungs-Programm angeboten" wird. Wartezeiten gehörten bei dieser Art von Reise ebenfalls zum gewöhnlichen Ablauf. Und auch mit Routenänderungen muss man der Richterin zufolge leben.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.