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Weil es im Festzelt zu heiß geworden ist, muss das Würzburger Impfzentrum vorübergehend schließen. Mehr als 700 Termine werden deshalb verschoben. Um das Zelt abzukühlen, kam die Feuerwehr zur Hilfe.

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Zu heiß: Würzburger Impfzentrum muss schließen

Weil es im Festzelt zu heiß geworden ist, muss das Würzburger Impfzentrum vorübergehend schließen. Mehr als 700 Termine werden deshalb verschoben. Um das Zelt abzukühlen, kam die Feuerwehr zur Hilfe. Jetzt soll eine Klimaanlage angeschafft werden.

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Von
  • Pirmin Breninek
  • BR24 Redaktion

Die Innentemperaturen im Impfzentrum auf der Würzburger Talavera sind in den vergangenen Tagen stark gestiegen. In dem Festzelt wurden laut Landratsamt teilweise Raumtemperaturen von über 40 Grad Celsius erreicht. Eine Klimaanlage gibt es im Impfzentrum nicht. Wegen der heißen Temperaturen musste das Würzburger Impfzentrum jetzt vorübergehend schließen. Wie das Landratsamt mitteilt, müssen deshalb mehr als 700 Impftermine verlegt werden.

Mehr als 700 Impftermine verschoben

Am heutigen Freitag konnten im Impfzentrum ab 13.30 Uhr keine Impfungen mehr durchgeführt werden. Alle Termine sollen am Sonntagmorgen nachgeholt werden. Vorsorglich hat das Impfzentrum auch alle Termine, die am morgigen Samstag ab 14.30 Uhr stattgefunden hätten, auf den frühen Samstagmorgen vorverlegt. Alle betroffenen Personen werden telefonisch oder per Mail kontaktiert, heißt es vom Landratsamt.

Feuerwehr kühlt Impfzentrum

Um das Zelt abzukühlen, ist sogar die Berufsfeuerwehr im Einsatz: Die Feuerwehrleute bespritzten die Planen und konnten die Temperaturen dadurch von über 40 auf immerhin 32 Grad Celsius senken, so eine Sprecherin des Landratsamtes. Ein zweiter Kühlversuch der Feuerwehr musste aber abgebrochen werden. Das Wasser hätte sich unter dem Impfzentrum gesammelt, es hätte Schäden an der Elektro-Installation anrichten können.

Planungen zur Anschaffung einer Klimaanlage laufen

Laut Landratsamt laufen seit etwa zwei Wochen Planungen für die Anschaffung einer Klimaanlage. Bislang war eine solche nicht vorgesehen, da der Betrieb der Impfzentren ursprünglich nur bis 30. Juni angedacht war. Für die Auftragsvergabe musste sich das Landratsamt nach eigenen Angaben mit dem Bayerischen Gesundheitsministerium abstimmen. In einer Mitteilung heißt es: "Durch die Kostenerstattungsrichtlinie sind Stadt und Landkreis Würzburg gehalten, gegenüber dem Gesundheitsministerium die Angemessenheit und Notwendigkeit der Maßnahme darzustellen." Bislang offensichtlich ohne Ergebnis, eine europaweite Ausschreibung sei erforderlich.

Gesundheitsministerium weist Kritik zurück

Auf Anfrage beim Bayerischen Gesundheitsministerium heißt es von einer Sprecherin, die Regierung von Unterfranken hätte das Ministerium erstmalig Mitte letzter Woche über die notwendige Klimaanlage informiert. Bereits am Tag darauf hätte das Ministerium an die Regierung von Unterfranken zurückgemeldet, dass die "notwendigen und angemessenen Kosten" erstattet werden würden. Die Kritik aus Würzburg sei für das Ministerium somit "nicht nachvollziehbar".

Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die Klimaanlage voraussichtlich in zehn Tagen zur Verfügung steht. Wegen der sinkenden Temperaturen hofft das Landratsamt, dass es bis dahin zu keinen weiteren Komplikationen kommt.

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