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Zoos und Tiergärten dürfen wieder öffnen, auch in Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz über 100 – allerdings unter strengen Auflagen. Die Regelung gilt schon – tatsächlich öffnen die meisten aber mit einigen Tagen Verzögerung.

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Zoos in Bayern bereiten sich auf Öffnung vor

Zoos und Tiergärten dürfen wieder öffnen, auch in Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz über 100 – allerdings unter strengen Auflagen. Die neue Regelung gilt zwar schon, die meisten Tierparks müssen sich allerdings noch vorbereiten – aber nicht alle.

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Von
  • Stefanie Wagner
  • Alexander Brutscher

Die Außenbereiche von Zoos und Tierparks in Bayern dürfen wieder öffnen - und zwar auch wenn der Inzidenzwert über 100 liegt. Das hat die Staatsregierung gestern beschlossen. Alle Besucherinnen und Besucher ab sechs Jahren müssen einen maximal 24 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen und ihre Kontaktdaten hinterlassen, beziehungsweise sich vorher anmelden. Selbsttests werden nicht akzeptiert. Alternativ kann auch der Impfpass zum Nachweis einer gültigen Corona-Zweifachimpfung vorgelegt werden. Zudem besteht FFP2-Maskenpflicht. Bei einer 7-Tage-Inzidenz unter 100 bleibt der Zoo-Besuch ohne Test möglich. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sprach von einem "Signal ins Frühjahr" hinein: "Mit der Familie in den Zoo gehen zu können, ist auf alle Fälle wieder eine Ausflugsmöglichkeit."

Oberfranken: Wildpark Schloss Tambach bereits geöffnet

Der Wildpark Schloss Tambach bei Weitramsdorf im Landkreis Coburg hat schon wieder geöffnet. Auf der Internetseite des Wildparks gibt es ein Anmeldeformular. Der Biergarten auf dem Parkgelände ist für den Verkauf von Speisen und Getränken zum Mitnehmen geöffnet.

Der Zoo in Hof ist noch geschlossen. Die Leiterin des Hofer Zoos, Sandra Dollhäupl, wurde von der Nachricht völlig überrascht. "Das kommt sehr unerwartet, ein bisschen Vorlauf brauchen wir schon, um öffnen zu können", sagte sie. Sie zeigte sich sehr erfreut über die Neuigkeit. Jetzt bleibe aber noch zu klären, ob auch die Stadt Hof angesichts der besonders hohen Inzidenz vor Ort eine Öffnung erlaubt.

Schwaben: Augsburger Zoo öffnet am Donnerstag

Der Augsburger Zoo öffnet am Donnerstag (29.04.21) 9 Uhr wieder seine Pforten. Zooleiterin Barbara Jantschke reagierte mit "Begeisterung und Erleichterung". Im März musste er schon nach wenigen Tagen wieder schließen, weil die Inzidenzzahlen anstiegen.

Laut Newsletter des Zoos nähern sich die Umsatzeinbrüche aufgrund der langen Schließzeit inzwischen den drei Millionen Euro. Zoochefin Jantschke beklagt im Newsletter auch, dass die Zoos in Bayern über viele Monate Indoor-Institutionen wie Museen, Ausstellung oder Schlössern gleichgestellt wurden. Die Verluste könnten auch die Unterstützer und Freunde des Zoos nicht annähernd ausgleichen. Trotzdem würdigt Jantschke die Treue der Zoofreunde als "Beweis dafür, welchen Stellenwert der Zoo in der Bevölkerung von Stadt und Land hat".

Niederbayern: Tiergarten Straubing öffnet am Donnerstag

Am Donnerstag (29. April 21) öffnet der Tiergarten Straubing nach einer fast sechsmonatigen Coronapause wieder für Besucherinnen und Besucher. Bis zu 3.000 Menschen dürfen dann täglich in das Gelände. "Eine große Erleichterung", sagt Zoodirektor Wolfgang Peter. Aber nicht nur die Mitarbeitenden freuen sich auf Gäste, auch die Tiere: "So wie die Menschen den Tieren zusehen, so beobachten die Tiere auch gerne die Menschen".

Zu sehen gibt es jetzt im Frühling Tier-Babys, wie zum Beispiel Zebra-Nachwuchs, Kamelfohlen und zwei kleine Pandabären namens Kim und Bao. Ebenso hat der Streichelzoo mit etlichen jungen Ziegen und Schafen geöffnet. Während viele Tiere die Gäste vermisst haben, konnte sich die Natur ohne Besucheranstürme besser entfalten, erzählt der Tiergarten-Chef: "Es blüht überall – eine Pracht – und so manche Pflanze mehr kam hoch".

Mittelfranken: Nürnberger Tiergarten öffnet am Freitag

Der Nürnberger Tiergarten wird am Freitag (30. April 21) wieder geöffnet. Das Sicherheitskonzept sieht vor, dass sich alle Gäste vor dem Besuch online über die Internetseite des Tiergartens registrieren müssen. "Die Online-Registrierung läuft bereits", sagte Tiergartendirektor Dag Encke.

Insgesamt dürfen maximal 6.500 Menschen pro Tag in den Tiergarten. Die gastronomischen Betriebe bieten ihr Angebot zum Mitnehmen an. Die Tierhäuser bleiben geschlossen.

Oberpfalz: Bayerwald-Tierpark Lohberg öffnet am 1. Mai

Der Bayerwald-Tierpark Lohberg, der wegen der Coronaauflagen seit Anfang November geschlossen war, wird ab 1. Mai wieder öffnen. Bürgermeister Franz Müller freut sich "total" über die Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung, dass Zoos wieder aufmachen dürfen, und rechnet auch mit vielen Naherholungssuchenden aus ganz Niederbayern und der Oberpfalz.

Schon vergangenes Jahr seien viele Tageausflügler bis aus Regensburg nach Lohberg gekommen. Deshalb sei es momentan noch zu verschmerzen, dass keine Touristen im Bayerischen Wald sind, weil Übernachten noch immer verboten ist. Der Bayerwald-Tierpark hat sich in den letzten Wochen auf eine Öffnung vorbereitet und ist für die Auflagen gerüstet, wie der Bürgermeister sagte.

Oberbayern: Tierpark Hellabrunn in München öffnet am 1. Mai

Der Tierpark Hellabrunn öffnet am Samstag (01. Mai 21). Ein öffentliches Bürger-Testzentrum werde auf dem Parkplatz P2 eingerichtet. Dort kann man vor dem Tierpark-Besuch einen Schnelltest an einer dort eingerichteten Teststation durchführen. Ein Link für Test-Terminbuchungen dazu werde auf der Website des Tierparks veröffentlicht, heißt es in einer Mitteilung. Pressesprecherin Lisa Reininger hofft, dass der Tierpark durch die neue Regelung nun mittelfristig auch geöffnet bleiben kann. Weil München zeitweise um die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz von 100 schwankte, "hatte der Tierpark mal eine paar Tage auf, dann wieder zu, dann wieder auf. Jetzt hoffen wir, dass das eine Konstante bleibt, weil es ja auch einfach für unsere Besucher schön ist, wenn sie etwas machen können in dieser Zeit und einfach mal durch den Tierpark spazieren können."

Reininger betont, für den Tierpark hätten die bisherigen Schließungen große wirtschaftliche Einbußen zur Folge gehabt. "Wir haben bis zu 50.000 Euro Ausgaben am Tag durch Futter-, Energie- und Personalkosten. Die laufen weiter, weil man die Tierpfleger nicht so einfach in Kurzarbeit schicken kann, weil die Tiere versorgt werden müssen", sagt Reininger.

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