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Zoo Straubing: Trampeltierbabys und Parkplatzprobleme | BR24

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Frühling im Tiergarten Straubing: Die ersten Tierbabys sind geschlüpft. Um welche Babys es sich handelt, warum die Saatkrähen so besonders sind und mit welchem Problem der Zoo am meisten zu kämpfen hat - ein Rundgang mit einer Biologin.

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Zoo Straubing: Trampeltierbabys und Parkplatzprobleme

Frühling im Tiergarten Straubing: Die ersten Tierbabys sind geschlüpft. Um welche Babys es sich handelt, warum die Saatkrähen so besonders sind und mit welchem Problem der Zoo am meisten zu kämpfen hat - ein Rundgang mit einer Biologin.

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Im Tiergarten Straubing ist der Frühling eingezogen: Die ersten Märzenbecher blühen und Tierbabys spielen in der Sonne, wie beispielsweise Kurt und Willi, die einmal große und kräftige Stiere werden sollten. Auch das neu geborene Trampeltierbaby oder die Teenager-Braunbären genießen die Wärme.

Noch sind nicht alle Babys auf der Welt. Die meisten Tiere sind noch schwanger: "Die Ziegen, die sind momentan breiter wie hoch. Die sind ein netter Anblick, wenn sie daher wackeln mit ihren riesigen Bäuchen", sagt Tiergarten-Biologin Michaela Gauderer. Auch die Störche und Kängurus bekommen bald Nachwuchs.

© BR/Kathrin Unverdorben

Der Stiernachwuchs im Straubing Tiergarten: Will und Kurt.

Einzige Saatkrähen-Kolonie in Niederbayern

Um das Besondere im Tiergarten Straubing zu entdecken, genügt ein Blick nach oben: Ein paar hundert Saatkrähen brüten hoch in den Wipfeln der Tiergarten-Bäume. Dabei war ihr Artbestand schon gewaltig geschrumpft, weiß Gauderer.

"Diese Kolonie hier ist die einzige Saatkrähen-Kolonie in ganz Niederbayern. Ihr Bestand hat sich in den letzten zehn Jahren erholt. Aber trotzdem können wir hier auf unsere Kolonie wirklich stolz sein." Michaela Gauderer, Tiergarten-Biologin

Zootiere als Botschafter

Die Saatkrähen sind freie Tiere, die freiwillig im Tiergarten leben - anders, als die Tiger. Trotzdem findet die Biologin es wichtig, dass sie da sind.

"Wenn man sieht, wie groß der ist, wie er seine Tatzen setzt, wenn man ihn riechen kann, wenn man ihn hören kann, wenn man mit ihm vielleicht sogar einmal die Laute austauschen kann - weil er halt direkt auf der anderen Seite des Glases steht, ist es eine ganz andere Art und Weise, dieses Tier wahrzunehmen, als über den Fernseher. Ich denke, dass der Zoo eine einzigartige Gelegenheit bietet, diese Fülle an Tieren, die es auf dieser Welt gibt, zu zeigen oder zumindest darüber zu reden. Das ist der Auftrag des Zoos und das ist der Auftrag der Tiere, die hier leben – das sind Botschafter." Michaela Gauderer, Tiergarten-Biologin

Eine viertel Million Besucher jährlich - Parkplatzprobleme in Straubing

Um die Zootiere zu sehen, kommen im Jahr eine viertel Million Besucher in den Tiergarten Straubing. Letztes Jahr waren es sogar fast 360.000. Besonders an sonnigen Tagen wird es eng mit den Parkplätzen. Deswegen parken die Besucher gefährlich an der B8 entlang und riskieren damit Unfälle. Das Problem: Die Stadt bietet keinen Pendelbus zum Tiergarten an. Jeder kommt mit dem Auto. Johannes Burgmayer von der Stadt Straubing sagt:

"Es gibt durchaus Überlegungen, die Pendelbusrouten vielleicht künftig auch anders zu gestalten. Es ist eine Frage der Akzeptanz, aber man spürt ja, dass diese Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz gerade in der Gesellschaft sehr intensiv diskutiert werden." Johannes Burgmayer, Sprecher der Stadt Straubing
© BR/Kathrin Unverdorben

Die Besucher parken gefährlich an der B8, weil es zu wenig Parkplätze beim Tierpark gibt.