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Zoll Nürnberg: Illegale Medikamente und gefälschte Markenartikel

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    Zoll Nürnberg: Illegale Medikamente und gefälschte Markenartikel

    Pakete mit illegalen Arzneimittel und gefälschten Markenartikeln hat das Hauptzollamt Nürnberg in auffallend hohen Mengen sichergestellt. Derartige Paketinhalte müssen vom Zoll vernichtet werden. Für Empfänger kann das außerdem sehr teuer werden.

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    Von
    • Tanja Oppelt
    • Julia Hofmann

    Das Hauptzollamt Nürnberg klagt über gehäufte Lieferungen illegaler Arzneimittel. Nach Angaben des Nürnberger Zolls mussten in diesem Jahr bereits 90 Mal Päckchen und Pakete mit illegalen Medikamenten aus dem Verkehr gezogen werden. Das entspreche fast der Zahl aus dem gesamten vergangenen Jahr 2020, so das Hauptzollamt.

    Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungmittel

    In allen Fällen hatten Privatpersonen Arzneimittel aus dem Ausland bestellt. Dies sei in Deutschland aufgrund des Arzneimittelrechts verboten, teilte der Zoll mit. Auch Vitaminpräparate oder Nahrungsergänzungsmittel, die im Ausland frei verkäuflich sind, könnten in Deutschland unter das Arzneimittelrecht fallen. Diese dürfen nicht über den Post- oder Kurierweg nach Deutschland eingeführt werden.

    Gefälschte Markenartikel

    Viel zu tun haben die Zollbeamten auch mit gefälschten Markenartikeln. Seit Anfang April seien 40 Pakete deswegen beschlagnahmt worden, so das Hauptzollamt in Nürnberg. Die gefälschten Markenwaren - vor allem Schuhe, Kleidung und Taschen - haben als Originalartikel demnach einen Warenwert von knapp 160.000 Euro.

    Für Empfänger kann es sehr teuer werden

    Die falschen Markenartikel werden ebenso wie die Arzneimittel vom Zoll vernichtet. Die Empfänger müssen auf ihre Waren und wahrscheinlich auch auf die Rückerstattung des Kaufpreises verzichten. Im Falle der gefälschten Markenwaren könnten auch Regress-Ansprüche des Original-Herstellers fällig werden, teilt der Nürnberger Zoll mit. In einem Fall habe eine Frau aus dem Großraum Nürnberg nach einer zweiten Bestellung von gefälschten Textilien 1.000 Euro an den Original-Hersteller zahlen müssen.

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