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Neonazi-Fackelmarsch: Polizei schaut zu | BR24

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Reichsparteitaggelaende, Kongresshalle - Dokumentationszentrum

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Neonazi-Fackelmarsch: Polizei schaut zu

Zivilpolizisten haben nach einem Medienbericht den Fackelmarsch von Neonazis am ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg beobachtet und sind nicht eingeschritten. Wie die Polizei dem BR sagte, sei die Lage falsch eingeschätzt worden.

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Als Neonazis am ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg aufmarschierten, wurden sie von Zivilpolizisten beobachtet. Allerdings schritt die Polizei nicht ein, wie das Onlineportal nordbayern.de berichtet. Laut der Meldung war das Vorgehen dem Eigenschutz der Polizisten geschuldet. Nur zwei Beamte seien vor Ort gewesen.

Neonazi-Gruppe wurde von Polizei kontrolliert

Zuvor war bekannt geworden, dass die rechtsextreme Gruppe vor dem Fackelmarsch an einer Flüchtlingsunterkunft in Nürnberg-Langwasser von der Polizei kontrolliert und einen Platzverweis erhalten hatte. Die Polizei teilte dem Bayerischen Rundfunk am Mittwoch auf Anfrage mit, die Lage nach der Kontrolle falsch eingeschätzt zu haben.

Fackelmarsch ist Thema im Landtag

Das Vorgehen der Polizei beschäftigt derzeit auch Parlamentarier im Bayerischen Landtag. Abgeordnete von SPD und Grünen haben Anfragen an die Staatsregierung eingereicht. Sie wollen wissen, unter welchen Umständen dieser Fackelmarsch stattgefunden hat.

Am Sonntag wurde durch BR-Recherchen bekannt, dass sich eine Gruppe von rund zwanzig Neonazis am ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg versammelt und einen Fackelmarsch inszeniert hatte. Unter anderem posierten sie unterhalb der Kanzel, auf der Adolf Hitler bei den Reichsparteitagen seine Reden hielt. Die Rechtsextremen stellten im Anschluss ein Video von der Aktion ins Internet.

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