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Einsatz vor dem Regensburger Hauptbahnhof nach Messerattacke

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    Zivilcourage - Mann in Regensburg mit Messer schwer verletzt

    Ein 25-Jähriger ist am Donnerstagabend in Regensburg einer Frau zu Hilfe gekommen und wurde daraufhin selbst zum Opfer eines Messerangriffs. Die Kripo Regensburg sucht dringend Tatzeugen. Der Tatverdächtige sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

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    • BR24 Redaktion

    In der Nähe des Regensburger Hauptbahnhofs ist am Donnerstagabend ein 25-jähriger Mann schwer verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte er in eine Auseinandersetzung zwischen einem 42-jährigen Mann und dessen zehn Jahre jüngerer Lebensgefährtin eingegriffen, um der Frau zur Hilfe zu kommen.

    Messerangriff: Tatverdächtiger kurz darauf festgenommen

    Im Verlauf des Streits habe der Mann den 25-Jährigen mit einem Messer angegriffen und schwer, aber nicht lebensbedrohlich, im Rückenbereich verletzt. Als der Tatverdächtige sich anschließend vom Tatort entfernte, wurde er laut Polizeipräsidium Oberpfalz zunächst von Passanten verfolgt. Die Polizei konnte den mutmaßlichen Angreifer kurz danach festnehmen und fand das weggeworfene Messer. Gegen den Mann erging zwischenzeitlich Haftbefehl wegen dringenden Tatverdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Er sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

    Der 25-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht. Laut Polizei befindet er sich in stationärer Behandlung. Er ist ansprechbar und sein Zustand ist stabil. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

    Polizei hofft auf weitere Zeugenhinweise

    Die Kriminalpolizei Regensburg sucht für die weiteren Ermittlungen noch Tatzeugen. Nach der Tat und bis zur Festnahme haben nach aktuellem Stand Passanten den Tatverdächtigen verfolgt. Sollten sich Personen diesbezüglich noch nicht bei der Polizei gemeldet haben, so werden sie dringend um Kontaktaufnahme mit der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg gebeten.

    Polizei lobt Zivilcourage der Zeugen am Tatort

    Polizeisprecher Beck lobte ausdrücklich das Verhalten des 25-Jährigen und der anderen Passanten, die bei dem Streit eingeschritten waren. "Besonders dem 25-Jährigen gebührt Anerkennung, auch wenn der Abend für ihn tragisch endete", sagte er. Auch weitere Zeugen zeigten Zivilcourage, in dem mehrere zügig den Notruf wählten. "So konnte der Täter schnell festgenommen werden", sagte Beck.

    Grundsätzlich rät die Polizei Zeugen einer Gewalttat, sich nicht in Gefahr zu bringen. "Das bedeutet, dass ich bei einer Schlägerei oder anderen Gewalttaten nicht dazwischen gehen muss und dabei möglicherweise selber verletzt werde", heißt es auf der Internetseite der Polizei-Beratung von Bund und Ländern. Zeugen sollten im Zweifel lieber auf Nummer sicher gehen und den Polizeinotruf 110 wählen oder andere Menschen etwa mit Rufen auf die Situation aufmerksam machen.

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