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"Ziemlich dilettantischer" Befreiungsversuch | BR24

© picture-alliance/dpa

Justizpalast Bayreuth

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    "Ziemlich dilettantischer" Befreiungsversuch

    Am Bayreuther Amtsgericht wurde ein 34-Jähriger zu vier Monaten Haft verurteilt. Er wollte einen Gefangenen aus der Justizvollzugsanstalt befreien. Es blieb allerdings beim Versuch - bei dem Plan ging einiges schief.

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    Nach den Worten des Richters, habe der 34-Jährige auf "ziemlich dilettantische" Weise versucht, einen Gefangenen aus dem Bayreuther Gefängnis zu befreien. Der Mann hatte sich vor dem Bayreuther Gefängnis in Position gebracht, als der Häftling mit anderen Gefangenen zum Arbeitsdienst aus der Anstalt geführt wurde. Dann war er mit ihm weggerannt. Auf der Flucht gab er ihm seine Jacke, damit er nicht als Häftling erkannt wird. Zwei Komplizinnen – darunter die Ehefrau des Häftlings – wollten die beiden mitnehmen. Sie fanden allerdings das Fluchtauto nicht.

    Auf der Flucht zu langsam

    Zudem verloren sich Häftling und Fluchthelfer aus den Augen. Grund laut Aussage des Fluchthelfers: "Der war zu langsam." Gefängnisbedienstete nahmen den Häftling kurz darauf wieder fest. Der Angeklagte stellte sich vor Gericht als Mitläufer dar, der nur helfen wollte.

    "Ich war nur Depp vom Dienst." Verurteilter 34-Jähriger

    Kinder als Vorwand

    Den Befreiungsplan hat offenbar die Ehefrau des Häftlings geschmiedet, da eine der gemeinsamen Töchter in ein Heim kommen sollte. Die Ehefrau wollte offenbar, dass der Vater sie noch einmal sieht. Die mutmaßliche Haupttäterin war zuvor in einer anderen Sache zu einer Haftstrafe verurteilt worden – daher ging sie für den Befreiungsversuch straffrei aus. Auch das Verfahren gegen die andere Komplizin wurde eingestellt. Die Haftstrafe ohne Bewährung für den 34-jährigen Angeklagten erklärt sich aus seinen langen Vorstrafenregister. Außerdem unternahm er den Versuch der Gefangenenbefreiung, während er unter doppelter Bewährung stand.

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