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Angelina Hehlinger aus Hartberg ist eine der jüngsten eingetragenen Züchterinnen Bayerns. Sie züchtet eine seltene Ziegenart, die Pfauenziege. Kürzlich sind acht Junge zur Welt gekommen. Da musste die Gymnasiastin mehrmals täglich vorbeischauen.

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Ziegen-Zucht: 15-Jährige kümmert sich um ein Dutzend Tiere

15 Jahre alt und Verantwortung für ein Dutzend Tiere: Züchterin Angelina Hehlinger kümmert sich im Landkreis Günzburg um mehrere Ziegen. Noch dazu um eine sehr seltene Rasse.

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Von
  • Joseph Weidl

Mit routinierten Griffen schiebt die 15-jährige Angelina Hehlinger ein großes Holztor zur Seite. Dahinter wird sie freudig begrüßt von rund einem Dutzend Ziegen, die schon auf ihr Futter warten. Sie kennt jede Ziege mit Namen.

Stall ausmisten, Wasser holen, füttern

Vor drei Jahren hat die Familie die ersten Ziegen für Angelina gekauft. Dabei hatte sie sich eigentlich ein anderes Tier gewünscht, ein Pferd. Aber das sei in der Handhabung natürlich komplizierter. "Mit der Ziege tust du dir halt leichter vom Stall her, vom Gebäude her, von der Weide her", erzählt ihr Vater Gregor. Viel Arbeit machen die Tiere trotzdem. Jeden Tag muss sich Angelina um ihre Ziegen-Zucht kümmern: Stall ausmisten, Wasser holen und füttern. "Als erstes kommt meine Chefin, dann die Zweit-Chefin, dann der Rest. So nach und nach, wie halt die Rangordnung ist. Und wenn der Bock da ist, ist halt der Bock der erste", sagt Angelina. Denn wenn sie alle gleichzeitig füttern würde, würden nur die etwas erwischen, die in der Ziegenrangordnung oben stehen.

Pfauenziegen aus Graubünden

Ganz bewusst hat sie sich auch für eine sehr seltene Ziegenrasse entschieden, die Pfauenziege. Diese kommt ursprünglich aus Graubünden in der Schweiz. "Das ist eine vom Aussterben bedrohte Nutztierrasse. Wir haben lange diskutiert und dann hab ich gesagt, ich will eine Rasse, die es nicht so oft gibt", sagt Züchterin Angelina.

Junge Züchterin will noch mehr Tiere

Der Bayerische Zuchtverband bestätigt, dass diese Rasse tatsächlich sehr selten geworden und auch nicht ganz einfach zu halten ist. Die Tiere seien sehr freiheitsliebend und büxen offenbar auch gerne aus. Aber sie seien für die Landschaftspflege sehr gut geeignet. Der Zuchtverband würde sich mehr Nachwuchs-Züchterinnen und Züchter wie Angelina wünschen. Die hat schon Pläne, wie die Zucht weiter gehen soll: Auf mindestens 20 Tiere soll der Bestand anwachsen.

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