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Es soll die teuerste Produktion im Festspielhaus Füssen seit Jahren werden, doch nun muss die Weltpremiere des Zeppelin-Musicals erneut verschoben werden.

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Zeppelin-Musical in Füssen: Weltpremiere erneut verschoben

Das Zeppelin-Musical ist die teuerste Produktion seit Jahren und sollte dem Festspielhaus Füssen viele Zuschauer bringen – doch nun wurde die Weltpremiere erneut verschoben. In finanzielle Schwierigkeiten kommt das Festspielhaus dadurch aber nicht.

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Von
  • Rupert Waldmüller
  • Beate Mangold

"Wir waren zuversichtlich, dass die Versprechungen aus der Politik wahr werden und es eine schnelle Impfung gibt", kommentierte Benjamin Sahler, Theaterdirektor des Festspielhauses in Füssen die neue Entscheidung. Es sei eine Zeit zwischen Hoffen und Bangen gewesen, doch am Ende musste die Entscheidung fallen: Die Weltpremiere von Ralph Siegels Zeppelin-Musical wird zum zweiten Mal verschoben.

Premiere nun für Mitte Oktober geplant

Ursprünglich war die Uraufführung für November 2020 geplant gewesen, nach der Verschiebung auf den Juni 2021 hat das Festspielhaus nun auf einer Pressekonferenz die erneute Verlegung des Termins bekannt gegeben. Die Premiere soll nun am 16. Oktober 2021 stattfinden. Für Herbst und Winter sind aktuell 25 Zeppelin-Aufführungen geplant, für das kommende Jahr haben die Verantwortlichen 45 weitere Termine angesetzt.

Proben in Kleinstgruppen und Corona-Bedingungen

Die Proben für das Musical am Festspielhaus Neuschwanstein sollen Mitte Juni beginnen – in Kleinstgruppen und coronakonform, versichert Theaterleiter Sahler. Das Zeppelin-Musical habe für das Festspielhaus große Bedeutung: Es sei die erste Welturaufführung seit dem Ludwig²-Musical im Jahr 2005, das Lebenswerk von Produzent Ralph Siegel und die teuerste Produktion seit Jahrzehnten im Festspielhaus.

Geschichte Graf Zeppelins und des letzten Flugs der Hindenburg

Das Musical verwebt laut den Veranstaltern die Geschichte des Luftfahrtpioniers Graf Zeppelin mit dem letzten Flug der Hindenburg. Die Macher versprachen bei der Vorstellung des Stücks im November 2019 eine Mischung aus "bester Unterhaltung, zeitkritischem Blick auf die Historie und hoch emotionaler Dramatik". Die Musik für das Musical stammt aus der Feder Ralph Siegels.

Festspielhaus bekommt Unterstützung vom Staat

In finanzielle Schwierigkeiten bringt die Verschiebung das Festspielhaus, das auf eine sehr bewegte Geschichte mit mehreren Insolvenzen zurückblickt, laut dem Theaterleiter nicht. Die finanzielle Lage sei wegen zahlreicher öffentlicher Unterstützungsprogramme gut, so Benjamin Sahler. "Da sind wir schon dankbar, dass auch die öffentliche Hand einspringt und wir nicht das Gefühl haben, komplett im Stich gelassen zu werden."

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