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Volksverhetzung: Zentralstelle Cybercrime nimmt Studenten fest | BR24

© picture-alliance/dpa

Nach antisemitischen und volksverhetzenden Postings hat die Zentralstelle Cybercrime einen Informatik-Studenten vorläufig festgenommen.

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    Volksverhetzung: Zentralstelle Cybercrime nimmt Studenten fest

    Die Zentralstelle Cybercrime Bayern in Bamberg und das Bayerische Landeskriminalamt haben einen Informatik-Studenten vorläufig festgenommen. Er soll antisemitische Hass-Botschaften auf sozialen Netzwerken gepostet haben.

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    Nachdem auf einer Deutschen Social-Media-Plattform eine Reihe antisemitischer und volksverhetzender Postings aufgetaucht waren, hatten Cybercrime-Fahnder Mitte April die Ermittlungen aufgenommen. Wie das Bayerisches Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg mit der Zentralstelle Cybercrime Bayern mitteilen, wurde ein Tatverdächtiger vorläufig festgenommen.

    Informatik-Student ist mutmaßlicher Täter

    Recherchen zu den Hass-Postings erhärteten den Tatverdacht gegen einen 25-Jährigen Informatik-Studenten aus dem Landkreis München. In seinen Botschaften habe er unter anderem von Sprengstoff-Anschlägen gesprochen und angedeutet, Zugang zu Schusswaffen zu haben.

    Verschleierungsversuche ohne Wirkung

    Der Student habe versucht, seine Nachrichten mit verschiedenen Methoden zu verschlüsseln, um diese nicht zurückverfolgen zu können. In seinem Studium habe er sich die dafür notwendigen Kenntnisse angeeignet, heißt es in der Mitteilung weiter.

    Vorläufige Festnahme durchgeführt

    Am 27.05.2020 erfolgte die vorläufige Festnahme des 25-Jährige in Unterföhring (Landkreis München). Bei der Durchsuchungen seiner Wohnungen in Passau und im Landkreis München seien IT-Geräte und Datenmaterial sichergestellt worden. Spezialisten kümmern sich derzeit um die Auswertung.

    Ermittlungen dauern an

    Dem Beschuldigten werden nun mehrere Fälle der Volksverhetzung vorgeworfen. Das kann mit einer Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet werden. Momentan gehen die Ermittler nicht davon aus, dass der Beschuldigte tatsächlich Anschläge geplant habe oder über Schusswaffen und Sprengstoff verfügen könne.

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