Präsident des Zentralrats der Juden

Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland

Bildrechte: dpa-Bildfunk/Nicolas Armer
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    Zentralratspräsident Josef Schuster strebt dritte Amtszeit an

    Zentralratspräsident Josef Schuster strebt dritte Amtszeit an

    Der Würzburger Arzt Dr. Josef Schuster will für eine weitere Amtszeit als Präsident des Zentralrats der Juden kandidieren. Der 68-Jährige bestätigte seine Kandidatur für vier weitere Jahre. Am 27. November wählt der Zentralrat seinen Präsidenten.

    Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, will vier weitere Jahre im Amt bleiben. Der 68-jährige Arzt aus Würzburg bestätigte am Freitag seine Bewerbung um eine dritte Amtszeit. Schuster ist seit November 2014 Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. "Wenn mir am 27. November die Gremien des Zentralrats nochmal das Vertrauen schenken, freue ich mich, weiterhin meinen Beitrag für die jüdischen Gemeinden, für den Zentralrat, aber auch für das Land leisten zu können", erklärte Schuster.

    Josef Schuster: "Es gibt noch viel zu tun"

    Rückblickend auf seine bisherige Präsidentschaft sagt Schuster: "In den vergangenen acht Jahren hat sich der Zentralrat auf vielen Ebenen weiterentwickelt", erklärte Schuster. Neue Projekte seien entwickelt und Angebote für die jüdische Gemeinschaft und nach außen geschaffen worden. "Aber es gibt noch viel zu tun", fügte Schuster hinzu. Als größtes Vorhaben nannte er die im Bau befindliche Jüdische Akademie in Frankfurt.

    Präsident sieht Zusammenleben in Deutschland gefährdet

    Insgesamt sehe die gesellschaftliche Situation nicht rosig aus. Schuster sieht eine große Gefahr für das Zusammenleben in Deutschland. Diese gehe von Antisemiten, Rassisten und anderen Extremisten aus. Der 68-Jährige habe das Gefühl, dass die Judenfeindlichkeit in Deutschland zuletzt noch zugenommen habe. Sie sei auch in der Mitte der Gesellschaft angekommen, wie unter anderem der Skandal um antisemitische Darstellungen bei der "documenta" in Kassel zeige.

    Mit Material von dpa.

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