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Zehntausende gehen in Bayern für den Klimaschutz auf die Straße | BR24

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Zehntausende haben in Bayern am Freitag für einen besseren Klimaschutz demonstriert. In mehr als 80 Städten und Gemeinden fanden Kundgebungen und Demonstrationen der "Fridays for Future"-Bewegung statt.

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Zehntausende gehen in Bayern für den Klimaschutz auf die Straße

Zehntausende haben in Bayern am Freitag für einen besseren Klimaschutz demonstriert. In mehr als 80 Städten und Gemeinden fanden Kundgebungen und Demonstrationen der "Fridays for Future"-Bewegung statt.

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Bei den "Fridays for Future"-Demonstrationen bekam die Bewegung erstmals offiziell Unterstützung von bundesweit mehr als 200 Organisationen und Initiativen. Auch zahlreiche Rentner und Berufstätige gingen mit auf die Straße. Einige Betriebe hatten ihren Mitarbeitern sogar für die Proteste freigegeben.

Polizei verlängert spontan die Demonstrationsroute

Allein an der Großdemonstration in München nahmen nach Veranstalterangaben rund 60.000 Menschen teil. Die Polizei sprach von 40.000 Teilnehmern. Wegen der zahlreichen Demonstranten verlängerte die Polizei kurzfristig die Route für den Demonstrationszug durch die Innenstadt. Um CO2 einzusparen, zogen die Demonstranten den Lautsprecherwagen selbst.

Landesbischof Bedford-Strohm demonstriert in München mit

Unter den Teilnehmern in München war auch der Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sagte auf der Demonstration, die Kirche thematisiere die Bewahrung der Schöpfung seit mehr als 30 Jahren. Er erwarte, dass die Klima-Vereinbarung von Paris national überall umgesetzt werde, sagte der Theologe: "Wir müssen ungeduldig sein!“

Bäckereien, Restaurants oder Krankenkassen auch dabei

In Augsburg hatte das Bündnis "Augsburg handelt“ zur Demo aufgerufen. Hinter dem Bündnis stehen rund 50 Organisationen. Darunter sind neben Umwelt- und kirchlichen Jugendverbänden auch Bäckereien, Bauunternehmen, Restaurants oder Krankenkassen. Unter den bis zu 6.000 Demonstranten war auch die Grünen-Landtagsfraktion, die ihre Herbstklausur in Adelsried bei Augsburg abhielt. Sie unterbrach ihre Sitzung, um mitzudemonstrieren. Ebenfalls dabei waren auch die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion Katrin Göring-Eckart sowie ihre Parteikollegin, Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth.

Größte Demo aller Zeiten in Passau

Passau erlebte mit 5.000 Teilnehmern eine der größten Demonstrationen, die die Drei-Flüsse-Stadt je gesehen hat. Ebenso viele Demonstranten waren es jeweils in Würzburg und in Erlangen. In Nürnberg gingen rund 8.000 Menschen für den Klimaschutz auf die Straße, in Bamberg 2.000. Hunderte waren es in Bayreuth. Weitere Proteste fanden in Forchheim, Ansbach, Dinkelsbühl, Rothenburg ob der Tauber, Bad Winsheim, Feuchtwangen, Fürth und Schwabach statt.

In Regensburg radelten nach Polizeiangaben am Nachmittag rund 1.500 Menschen vom Hauptbahnhof in die Innenstadt, wo sie auf weitere 1.500 Demonstranten trafen. "Fridays for Future“ hatte zusammen mit der "Initiative zum Radentscheid“ zu den Protesten aufgerufen. Im Anschluss formierte sich in der Altstadt eine Menschenkette, "mit der wir symbolisch das Erbe der Menschheit vor der Klimakatastrophe schützen wollen“, sagte Sprecher Micha Sörgel.

"Parents for Future" in Lindau

In Lindau schlossen sich die "Parents for Future“ dem rund 1.000-köpfigen Protestzug an. In Kempten schätzten Polizei und Veranstalter die Teilnehmerzahl auf rund 2.000. Eine der kleinsten Kundgebungen in Bayern fand im oberpfälzischen Auerbach statt. In der Kleinstadt im Landkreis Amberg-Sulzbach beteiligten sich nach Polizeiangaben 17 Menschen an der Kundgebung.