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Zehntausend Solarenergie-Speicher in bayerischen Häusern | BR24

© Daniel Knopp/BR

Hubert Aiwanger (FW) nimmt den 20.000sten Förderantrag entgegen

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    Zehntausend Solarenergie-Speicher in bayerischen Häusern

    Vor 13 Monaten startete in Bayern ein Förderprogramm für private Photovoltaik-Speicher. Heute hat Wirtschafts- und Energieminister Aiwanger den zehntausendsten Förderbescheid übergeben. Doch die Opposition übt Kritik und spricht von "Verschwendung".

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    Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat heute den zehntausendsten Förderbescheid für private Photovoltaik-Speicher übergeben. Gleichzeitig ehrte er bei einem Termin im Wirtschaftsministerium in München den zwanzigtausendsten Antragsteller.

    Aufs richtige Pferd gesetzt

    Aiwanger sagte, der Freistaat habe mit dem Förderprogramm, das vor 13 Monaten gestartet war, auf das "richtige Pferd gesetzt". Der große Zuspruch zeige, dass die Bürgerinnen und Bürgern im Freistaat Teil der Energiewende sein wollten: "Sie geben sich nicht damit zufrieden, dass der Strom einfach aus der Steckdose kommt, sondern wollen wissen, wo und wie der Strom produziert wird".

    Förderung bis 3.200 Euro möglich

    Das Förderprogramm richtet sich an Hauseigentümer, die in eine Solaranlage mit Stromspeicher investieren. Je nach Größe der Anlage ist eine Förderung zwischen 500 und 3.200 Euro möglich. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, einen Zuschuss für die Installation einer privaten Ladestation für Elektrofahrzeuge zu erhalten. Aiwanger betonte, egal ob bei privaten Solaranlagen oder Windparks in Bürgerhand, das Engagement der Bayern in Energiefragen nehme zu.

    Kritik der Opposition

    Die Opposition im Bayerischen Landtag kritisiert die Förderpolitik der Staatsregierung jedoch seit längerem. Denn: dieses Förderprogramm für Solarenergie-Speicher war ursprünglich Teil des Projekts "10000 Häuser" der Staatsregierung. Damit unterstützte die Staatsregierung Hauseigentümer bei der energiesparenden Sanierung und Dämmung ihrer Häuser. Dieser Teil des Förderprogramms endete im Januar 2020, nur die Förderung von Solarspeichern läuft weiter. Der Grünen-Energieexperte Martin Stümpfig warnte damals, mit vernünftigem Klimaschutz habe das nichts zu tun. Vielmehr gehe es Aiwanger offenbar darum, das Förderprogramm auf schnellen Erfolg zu trimmen.

    Verschwendung erneuerbarer Energien

    Die Ausrichtung des Förderprogramms allein auf Solarenergie-Speicher führe dazu, dass anstelle von fossiler nun erneuerbare Energie verschwendet werde, kritisierte Stümpfig. Um Solarenergie sinnvoll zu nutzen, müsse zunächst der Energieverbrauch etwa durch Dämmung gesenkt werden.

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