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Zehntausend bei Corona-Demo in München - Protestzug gestoppt | BR24

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Zu einer Demonstration gegen die staatlich verordneten Corona-Maßnahmen sind in München auf die Theresienwiese doppelt so viele Menschen gekommen wie von den Veranstaltern "Querdenken089" angekündigt. Die Polizei geht von 10.000 Teilnehmern aus.

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Zehntausend bei Corona-Demo in München - Protestzug gestoppt

In München haben rund zehntausend Gegner der staatlichen Corona-Auflagen auf der Theresienwiese demonstriert. Weil viele keine Maske trugen, wurde die Kundgebung kurz unterbrochen. Zuvor hatte die Polizei einen Protestzug durch die Stadt gestoppt.

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Zur Corona-Demonstration in München sind mindestens doppelt so viele Teilnehmer gekommen wie von den Veranstaltern angekündigt. Man gehe von 10.000 Teilnehmern aus, sagte eine Sprecherin der Münchner Polizei.

Die Organisatoren der Demo, die Initiative "Querdenken 089", hatten 5.000 Teilnehmer für die Kundgebung auf der Theresienwiese angemeldet. Die Veranstaltung musste knapp eine Stunde nach Beginn kurzzeitig unterbrochen werden, weil Abstandsregeln nicht eingehalten wurden und Teilnehmer keine Masken trugen. Die Polizei kündigte Anzeigen und Platzverweise an.

Corona-Demo in München bleibt weitgehend friedlich

Zahlreiche Demonstranten hatten Atteste dabei, die belegen sollten, dass sie aus gesundheitlichen Gründen Mund und Nase nicht bedecken können. Die Polizei ging durch die Reihen, um diese angeblichen Dokumente zu kontrollieren - und gefälschte im Fall der Fälle wie auch Verstöße gegen die Maskenpflicht zur Anzeige zu bringen. Am Rande der Veranstaltung wurden Leute aus dem linken Spektrum festgenommen.

Insgesamt blieb es jedoch weitgehend friedlich. An mehreren Plätzen in der Stadt versammelten sich Gegendemonstranten, um gegen die "Querdenken"-Veranstaltung zu protestieren.

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Die Demonstration in München mit rund 10.000 Teilnehmern, verläuft friedlich, so Alf Meier, BR-Reporter. Aufgerufen dazu hatte die Initiative "Querdenken089". Eine kurze Unterbrechung wurde nötig, weil viele sich weigerten, eine Maske zu tragen.

Juristisches Tauziehen um Münchner Corona-Demo

Bei der Kundgebung auf der Theresenwiese forderten Redner Liebe, Freiheit - und die Aufhebung der Immunität von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Außerdem solle Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vom Verfassungsschutz beobachtet werden, hieß es. Auch Ex-Fernseh-Pfarrer Jürgen Fliege trat als Redner auf der Bühne auf.

Um die Demonstration in München gab es im Vorfeld ein juristisches Tauziehen. Auf der Theresienwiese galt nach einem Gerichtsbeschluss in der Nacht auf Samstag letztlich keine Teilnehmerbeschränkung - die Stadtverwaltung hatte die Zahl auf 1.000 begrenzen wollen. Der bayerische Verwaltungsgerichtshof erklärte, es gebe keine fixe Obergrenze, sondern "entscheidend ist, dass die Hygienevorschriften eingehalten werden können".

Corona-Protestzug in München vorzeitig beendet

Das Gericht gestattete auch einen Demonstrationszug durch München, den die Stadt zunächst verbieten wollte. Daran nahmen am Samstagmittag jedoch deutlich mehr Menschen teil als zugelassen waren. Nach Polizeiangaben waren es in der Spitze 3.000 statt der erlaubten 500 Teilnehmer gewesen.

Weil die Zahl so deutlich überschritten worden sei und viele Teilnehmer keine Maske getragen hätten, hatte die Polizei den Zug gestoppt. Kurz darauf brachen die Veranstalter den Zug selbst ab und baten die Teilnehmer, sich zur Hauptkundgebung auf der Theresienwiese zu versammeln. Die Polizei verlagerte ihre rund 1.400 Einsatzkräfte dann dorthin.

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Die Polizei hat den Demozug durch die Münchner Innenstadt gestoppt. Die Auflagen wurden nicht eingehalten. Daraufhin beendete der Veranstalter den Zug.

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