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Zehn Prozent mehr Besucher in den Museen der Stadt Nürnberg | BR24

© BR/Corinna Mielke

Die städtischen Museen Nürnberg verzeichnen einen Besucherrekord. Der Leiter des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände, Florian Dierl, über die Baumaßnahmen des beliebten Museums.

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Zehn Prozent mehr Besucher in den Museen der Stadt Nürnberg

Die Museen der Stadt Nürnberg verzeichneten 2019 mit fast 800.000 Besuchern einen neuen Rekord. Das ist ein Plus von mehr als zehn Prozent. Die meisten Besucher wurden im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände gezählt.

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Mit einem Rekord kann Ingrid Bierer, die scheidende Leiterin der städtischen Museen, ihre Amtszeit beenden. Denn im vergangenen Jahr haben so viele Menschen wie noch nie die insgesamt zehn Museen der Stadt Nürnberg besucht. In den vergangenen zehn Jahren weist die Besucherstatistik sogar eine Steigerung von fast 54 Prozent auf.

Viele Besucher aus dem Ausland

Die meisten Besucher haben das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände besucht: Hier informierten sich 2019 mehr als 311.000 Menschen über Nürnbergs Geschichte in der Zeit des Nationalsozialismus, rund neun Prozent mehr als im Jahr zuvor. Auch das Memorium Nürnberger Prozesse im Justizpalast hat sich sich in den vergangenen Jahren zu einem Besuchermagnet entwickelt. Mehr als die Hälfte der knapp 109.000 Besucher kämen aus dem Ausland, sagte Ingrid Bierer bei der Jahrespressekonferenz der städtischen Museen.

Das Thema Spielzeug kommt an

Gut entwickelt hätten sich zudem die Zahlen beim Haus des Spiels im Pellerhaus (fast 21.000 Besucher) und im Spielzeugmuseum (gut 126.000 Besucher). Die anderen Häuser, also das Albrecht-Dürer-Haus (85.822), das Stadtmuseum Fembohaus (35.132), das Museum Industriekultur (45.124), die Lochgefängnisse (27.264) und der Kunstbunker (18.539), verzeichneten leichte Zuwächse. Einen leichten Rückgang gab es im Museum Tucherschloss mit dem Hirsvogelsaal.

Umfangreiches Bauprogramm

Bei der Pressekonferenz kündigte Thomas Eser, seit Jahresbeginn der neue Leiter der Museen, ein umfangreiches Bauprogramm an. So ist geplant, dass das Erdgeschoss im Spielzeugmuseum ab Jahresmitte umgebaut wird. Außerdem wirft die Neugestaltung der Dauerausstellung im Dokuzentrum ihre Schatten voraus. Gut 15 Millionen Euro stehen dazu zur Verfügung. Das Haus wird ab Januar 2021 für etwa zwei Jahre schließen. Kurz davor soll eine Interimsausstellung eröffnet werden, die während der Bauarbeiten über das Reichsparteitagsgelände informiert.

Memorium soll erweitert werden

Im Memorium Nürnberger Prozesse, das seit zehn Jahren existiert, nehme die Erweiterung konkrete Züge an, sagte Eser. Das Ziel ist, dass der Schwurgerichtssaal 600 künftig nicht mehr als Gerichtssaal sondern komplett für die Ausstellung genutzt wird.

Wichtig für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt

Die Präsentation der Stadtgeschichte im Stadtmuseum Fembohaus ist nach Esers Worten in die Jahre gekommen. Ende des Jahres sei klar, wann umgebaut werde. Das Haus des Spiels mit dem angeschlossenen Spielearchiv im Pellerhaus, dem bei der Bewerbung für die Kulturhauptstadt 2025 eine wichtige Rolle zukomme, soll weiterentwickelt werden. Ende des Jahres sollen die Kostenschätzungen dafür vorliegen.

Suche nach Flächen für ein Depot

Offen ist nach Esers Worten noch die Suche nach einem Standort für ein neues Depot, in dem die nicht ausgestellten Stücke der städtischen Sammlungen aufbewahrt werden können.

© BR

Fast 80.000 Menschen besuchten im vergangenen Jahr die Nürnberger Museen. Das bedeutet mit einem Plus von mehr als zehn Prozent einen neuen Rekord für die Stadt.