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Zehn Jahre Kampf gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion | BR24

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Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Allianz gegen Rechtsextremismus hat Bundesfamilienministerin Giffey das Mahnmal für die Opfer des NSU besucht. Dabei warnte sie vor einer wachsenden Gefahr durch Rechtsextremismus.

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Zehn Jahre Kampf gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion

Mit einem Festakt im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände hat die "Allianz gegen Rechtsextremismus" in der Metropolregion Nürnberg ihr zehnjähriges Jubiläum gefeiert. Die Festrede hielt Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD).

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In der Allianz gegen Rechtsextremismus haben sich fast 150 Städte, Gemeinden und Landkreise zusammengeschlossen. Außerdem arbeiten rund 200 Vereine, Organisationen und Initiativen in dem Bündnis mit. Ziel der Allianz ist es, den Widerstand gegen rechtsextremistische Aktivitäten in der Region zu stärken.

Widerstand und Aufklärung

Bei aktuellen Anlässen versucht die Allianz regelmäßig, möglichst viele Menschen zu Gegendemonstrationen zu mobilisieren. Durch die Vernetzung sollen zudem einzelne Gemeinden und Gruppen gestärkt werden, wie sie am besten gegen rechtsradikale Aktionen vorgehen können. Dabei gibt es auch konkrete Hilfestellungen für Kommunen, wie sie reagieren können, wenn beispielsweise Neonazis Veranstaltungen anmelden. Die Allianz veranstaltet auch runde Tische und Fortbildungen, um über die Folgen neonazistischer Aktivitäten aufzuklären.

Aufmärsche als Auslöser

Die Allianz war auf Initiative des Menschenrechtsbüros der Stadt Nürnberg und der "Bürgerbewegung für Menschenwürde in Mittelfranken, Ansbach Stadt und Kreis" gegründet worden. Anlass waren die Aufmärsche rechtsextremer Vereinigungen, etwa an den Todestagen von Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess an dessen Grab im oberfränkischen Wunsiedel oder bei Kundgebungen und Parteitagen.

Die Allianz verstehe sich als unabhängiges überparteiliches Netzwerk, sagte ein Sprecher. Es gehe darum, den Widerstand gegen rechtsextremistische Aktivitäten zu stärken und möglichst viele Menschen bei aktuellen Anlässen zu mobilisieren, um eine öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema Rechtsextremismus zu erreichen.

Neben dem Festakt findet am Samstag eine Fachkonferenz unter anderem mit dem Redaktionsleiter der ARD-Sendung "Monitor", Georg Restle, und dem Kabarettisten und Autor Christian Springer statt.

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Mit einem Festakt im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände feiert heute Abend die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg ihr zehntes Jubiläum. Die Festrede wird Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) halten.