Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Zehn Jahre Fall Mannichl: Er könnte den Täter identifizieren | BR24

Audio nicht mehr verfügbar

Dieses Audio konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

© Bayern 1

Der Fall ist bis heute ungelöst: Vor zehn Jahren wurde der damalige Passauer Polizeichef niedergestochen. Der Täter wurde nie gefasst. Er könnte aus der rechten Szene stammen. Das Opfer von damals hofft weiter, dass der Fall eines Tages gelöst wird.

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Zehn Jahre Fall Mannichl: Er könnte den Täter identifizieren

Vor zehn Jahren wurde der damalige Passauer Polizeichef Alois Mannichl niedergestochen. Der Täter wurde nie gefasst. Er könnte aus der rechten Szene stammen. Mannichl hofft, dass der Fall eines Tages gelöst wird.

Per Mail sharen
Teilen

Vor genau zehn Jahren hat ein bislang Unbekannter den damaligen Polizeichef von Passau, Alois Mannichl, niedergestochen. Die Suche nach dem Täter blieb bislang ohne Erfolg. Ermittler und Mannichl haben noch Hoffnung, den Fall aufzuklären.

Insgesamt 3.000 Hinweise seien nach dem Attentat bei den Ermittlern eingegangen, 2.100 Vernehmungen durchgeführt worden, sagte Ludwig Waldinger, Sprecher im Landeskriminalamt (LKA), im BR-Interview. Eine heiße Spur hätte sich aber all die Jahre hindurch nicht ergeben. Ermittlungspannen, wie damals mehrfach berichtet wurde, habe es keine gegeben.

"Was den Fall so schwierig macht, dass wir von der unmittelbaren Tat nur einen Zeugen haben: den Betroffenen selbst. Herr Mannichl wurde schwer verletzt, hat aber noch sehr viele Angaben zum Täter machen können. Es gibt aber nichts, was uns weitergeführt hätte." Ludwig Waldinger, LKA-Sprecher

Belohnung bei 20.000 Euro

Auch habe es keine Hinweise auf eine Beziehungstat gegeben. Im Jahr 2015 sei die Akte endgültig geschlossen worden. Trotzdem hat das LKA noch Hoffnung, den Täter zu finden. Die Akte sei bei neuen Erkenntnissen schnell wieder aufgemacht, so der LKA-Sprecher. Die Belohnung für entscheidende Hinweise liege immer noch bei 20.000 Euro.

Mannichl: "Ich würde den Täter identifizieren können"

Auch Mannichl, mittlerweile Leiter der neuen bayerischen Grenzpolizei mit Direktionssitz in Passau, ist überzeugt, dass der Messerangriff auf ihn noch aufgeklärt werden kann. Im Falle einer Gegenüberstellung würde er den Täter erkennen, sagt er.

"Ich glaube, wenn ich das Gesicht sehen und dazu die Stimme hören würde, dann würde ich ihn einwandfrei identifizieren können." Alois Mannichl

Die Tatsache, dass seine Familie damals in den Fall hineingezogen worden sei, habe ihm - im Nachgang betrachtet - am meisten weh getan. Zu den psychischen Folgen des Messerangriffs will der 62-Jährige keine Auskunft geben.

Täter wird in rechtsradikaler Szene vermutet

Mannichl war am Abend des 13. Dezember 2008 vor seinem Wohnhaus in Fürstenzell (Lkr. Passau) niedergestochen worden. Die Ermittler vermuten den Täter in der rechtsradikalen Szene. Nach Mannichls Angaben war die Tatwaffe ein Messer aus dem eigenem Haushalt, das er selbst vorher auf ein Fensterbrett gelegt haben will. Zunächst übernahm eine 50-köpfige Sonderkommission die Ermittlungen.