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Zecken sind wieder unterwegs | BR24

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Zecken sind wieder unterwegs

Sobald es in der Nacht nicht mehr friert und tagsüber die Temperaturen über sieben Grad Celsius steigen, warten Zecken in der Vegetation auf einen Wirt. Damit steigt das Risiko eines Zeckenstichs und einer Infektion mit Borreliose oder FSME.

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Zecken lieben warmes und feuchtes Wetter, um in die Haut zu stechen und das Blut aufzusaugen. Das Saugen ist nicht so schlimm, gefährlich sind allerdings die Borreliose-Bakterien und FSME-Viren, die viele Zecken in sich tragen. Dr. Gerhard Dobler vom Münchner Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr rät deshalb, sofort die Zecke aus der Haut herauszuziehen, sobald man eine Zecke am Körper entdeckt hat.

"Je länger die Zecke zusticht, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Borrelien hinüberwandern in den menschlichen Körper und man sich mit Borreliose infiziert." Dr. Gerhard Dobler, Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr

Erst sieben bis 14 Tage später erscheint ein roter Fleck auf der Haut, der sich vergrößert, die sog. Wanderröte. Nicht zu verwechseln mit der Rötung an der Einstichstelle direkt nach dem Zeckenstich, die auch auf eine allergische Reaktion hindeuten kann. Später können eine Reihe verschiedenster Symptome auftauchen: Sie ähneln einer Sommergrippe, Gelenk- oder Rückenschmerzen.

Schnell zu sein hilft bei den FSME-Viren, die Hirnhautentzündung verursachen können, leider nicht. Sobald die Zecke zusticht, überträgt sie die Viren mit ihrem Speichel. Auch hier ähneln die Symptome anfangs einer Grippe. In schweren Verläufen können Patienten sogar Lähmungserscheinungen bekommen oder fallen ins Koma.

Einer Infektion vorbeugen

Gegen die FSME-Viren kann man sich impfen lassen. "Wer gern aus der Stadt heraus geht in die Natur, dem empfehle ich, sich impfen zu lassen", rät Dr. Gerhard Dobler. Seine Tipps: Zecken halten sich auf Pflanzen auf dem Boden auf. Wer auf den Wegen bleibt, geschlossene Schuhe trägt und zum Beispiel seine Hose in die Socken steckt, macht es der Zecke schon einmal recht schwer. Nach dem Trip durch die Natur unbedingt den Körper absuchen, vor allem an den dunklen Stellen wie Kniekehlen oder Nacken.

"Die Zecken krabbeln mehrere Stunden über den Körper, bevor sie stechen. Man kann sie also finden, bevor sie gestochen haben." Dr. Gerhard Dobler, Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr