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Wintereinbruch in Bayern: Unfälle und Verkehrsbehinderungen | BR24

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Schnee- und Eisglätte hat in Niederbayern und der Oberpfalz am Mittwochmorgen zu mehr als 70 Unfällen geführt. Auch auf dem höchsten Pass Deutschlands, dem Riedbergpass, türmt sich der Schnee.

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Wintereinbruch in Bayern: Unfälle und Verkehrsbehinderungen

Auf teilweise schneebedeckten Straßen gab es vor allem in Ostbayern und im Allgäu dutzende Verkehrsunfälle. Dabei wurden mehrere Menschen zum Teil schwer verletzt, zahlreiche Lkw blieben liegen. Eine Wetterbesserung soll erst der Donnerstag bringen.

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In Niederbayern kam es seit dem Morgen einem Polizeisprecher zufolge zu mehr als 70 Unfällen infolge der winterlichen Straßenverhältnisse. Dabei wurden drei Menschen leicht verletzt. "Fahrt bitte langsam und vorausschauend", twitterte die Polizei.

Auf der A92 in Fahrtrichtung Deggendorf rutschte auf Höhe Dingolfing ein Lkw ins Bankett und blieb stecken. Am Autobahnzubringer von Aicha vorm Wald zur A3 und an Steigungsstrecken im Bayerischen Wald blieben zahlreiche Lkw hängen. In Bischofsmais wurde eine Person bei einem Verkehrsunfall verletzt. Im Bereich Scheibe war das Auto von der Straße abgekommen und in einen Graben gerutscht. Die Polizei Deggendorf meldet aktuell zwei Unfälle auf Schnee und Eis. In beiden Fällen ist es aber bei Blechschäden geblieben. In Passau hat ein Autofahrer aufgrund von Glätte auf der Schanzlbrücke die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, er blieb beim Unfall unverletzt.

Lastwagen hängen an Steigungen fest

Schneefälle in der Nacht und am frühen Morgen haben auch auf den Straßen in der Oberpfalz für Unfälle und Behinderungen gesorgt. Vor allem mit dem einsetzenden Berufsverkehr nahm die Zahl der Rutschunfälle zu. Bis acht Uhr meldete ein Polizeisprecher rund 30 Unfälle mit fünf Leichtverletzten. Zudem seien vereinzelt Lastwagen an Steigungen hängengeblieben. Von einem Schneechaos wollte die Polizei aber nicht sprechen.

Der folgenschwerste Unfall passierte auf der B8 bei Pfatter im Landkreis Regensburg. Dort ist laut Polizei eine Frau mit ihrem Pkw in einen entgegenkommenden Lastwagen gerutscht, der daraufhin im Graben landete. Die Frau wurde nur leicht verletzt. Da der Lastwagen jedoch mit einem Kran aus dem Graben gezogen werden muss, ist die B8 bei Pfatter laut einem Polizeisprecher voraussichtlich bis in den Vormittag gesperrt.

Zwei Schwerverletzte in Schwaben

In Schwaben kam es während der Nacht zu fünf Unfällen mit Verletzten aufgrund winterlicher Straßenverhältnisse, wie ein Sprecher sagte. Bei Frontalzusammenstößen wurden zwei Menschen schwer verletzt. Insgesamt zählte die Polizei Schwaben Süd/West 65 Einsätze wegen Unwetters, 37 davon waren mit Unfällen verbunden. Auf dem Riedbergpass im Oberallgäu gilt Schneekettenpflicht.

Schwerer Glätte-Unfall bei Ansbach

Franken war insgesamt weniger von den winterlichen Straßenverhältnissen betroffen. Bei Ansbach kam es jedoch zu einem schweren Unfall, nachdem am späten Dienstagabend wegen plötzlicher Glätte eine 72-Jährige mit ihrem Pkw auf die Gegenfahrbahn geriet und frontal mit einem Auto kollidierte. Die Unfallverursacherin musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die 47-jährige Fahrerin des zweiten PKW sowie ihr Beifahrer kamen mit leichten Verletzungen in eine Klinik.

Wetterlage entspannt sich erst am Donnerstag

Die Straßenverhältnisse dürften heute schwierig bleiben. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) kann es bei kräftigen Schneeschauern in ganz Bayern auch tagsüber Glätte durch Schneematsch geben. In Teilen der Oberpfalz und Niederbayerns erwarteten die Meteorologen vormittags fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee in kurzer Zeit. Oberhalb von 800 Metern und an den Alpen gibt es Schneeverwehungen.

Ab dem Nachmittag rechnen die Meteorologen dann vermehrt mit Regen, örtlich gibt es Gewitter und vor allem in Ostbayern und in Alpennähe Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern pro Stunde.

Am Donnerstag wird es dann überwiegend trocken, zeitweise zeigt sich im Süden Bayerns sogar die Sonne. Erst gegen Abend erwarteten die Meteorologen im westlichen Franken und in Schwaben wieder Regen.

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