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Zahl der Masernfälle in Bayern 2020 stark gesunken | BR24

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Heuer immer weniger Masernfälle in Bayern - zeigt die Impfpflicht Wirkung?

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    Zahl der Masernfälle in Bayern 2020 stark gesunken

    In Bayern sind die Masernfälle in diesem Jahr laut Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stark gesunken. Seit März gilt das sogenannte Masernschutzgesetz - zeigt es etwa schon Wirkung?

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    Seit 1. März gilt auch in Bayern das sogenannte Masernschutzgesetz: Bevor ein Kind eine Kita oder Schule besuchen kann, müssen die Eltern die Impfung ihres Kindes nachweisen oder die Masernimmunität nach ausgestandener Krankheit. Gleiches gilt für Menschen, die in medizinischen Einrichtungen oder Gemeinschaftsunterkünften untergebracht sind. Zeigt die Maßnahme bereits Wirkung? Zumindest ist die Zahl der Masern-Fälle im Freistaat in diesem Jahr zurückgegangen.

    Zwölf Masernfälle bis Oktober statt 73 im Vorjahr

    Zwölf Masern-Infektionen wurden bis zum 5. Oktober in Bayern registriert, wie Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag mitteilte. Im Jahr 2019 waren es im gleichen Zeitraum laut Huml 73 Fälle. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hatte für das gesamte Vorjahr 75 Infektionen registriert und 108 im Jahr 2018.

    Der Grund: Masernschutzgesetz, Kontaktbeschränkungen

    Der Gesundheitsministerin zufolge könnte der Rückgang durchaus auf das Masernschutzgesetz zurückzuführen sein. Aber auch die Kontaktbeschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie dürfte dazu beigetragen haben, dass die Masern-Infektionen abebben. Die Corona-Pandemie könnte allerdings auch einen negativen Einfluss auf ärztliche Untersuchungen von Kindern haben – Huml warnt: "Trotz der Pandemie sollten Eltern auch die U-Untersuchungen und Schuleingangsuntersuchungen ihrer Kinder rechtzeitig wahrnehmen." Denn auch dabei werde ebenfalls der Impfschutz überprüft und aktualisiert.

    Masern: keine harmlose "Kinderkrankheit"

    Die Masern werden von vielen als so genannte "Kinderkrankheit" als vermeintlich harmlos unterschätzt. Allerdings kommt es bei 10 bis 20 Prozent der Erkrankten laut Robert-Koch-Institut und dem Bundesverband für Kinder- und Jugendärzte zu Komplikationen, wie Lungenentzündung oder Gehirnentzündung mit möglichen ernsten Folgen bis hin zum Tod.

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