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Zahl der Coronavirus-Fälle in Bayern steigt auf fünf | BR24

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Der fünfte mit dem Coronavirus infizierte Mann kommt Augenzeugen zufolge aus Siegsdorf im Landkreis Traunstein. Dort hätten Menschen in Schutzanzügen ihn und andere abgeholt und in einem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Trostberg gebracht.

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Zahl der Coronavirus-Fälle in Bayern steigt auf fünf

In Bayern hat sich ein weiterer Patient mit dem neuartigen Coronavirus aus China infiziert. Es handelt sich um einen Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg. Er selbst stammt aber aus dem Landkreis Traunstein.

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In Bayern gibt es jetzt fünf bestätigte Fälle von Coronavirus. Ein weiterer Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die vier bislang bekannten Fälle beschäftigt sind, hat sich mit dem Virus aus China infiziert, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstagabend in München mitteilte. Der fünfte nun bestätigte Patient wohnt den Angaben zufolge im Landkreis Traunstein. Augenzeugen zufolge stammt er aus der dortigen Gemeinde Siegsdorf. Dort hätten Menschen in Schutzanzügen ihn und mehrere Personen, die mit ihm in Kontakt standen, abgeholt und in einem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Trostberg gebracht. Unter ihnen seien auch Kinder gewesen. Dort seien sie isoliert worden.

  • Coronavirus: Hier erhalten Sie alle Informationen
  • Information für Ärzte und Krankenhäuser

    Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hatte zuvor mitgeteilt, dass vorsorglich alle Krankenhäuser in Bayern gebeten worden seien, sich auf die Aufnahme von begründeten Verdachtsfällen und Patienten mit einer bestätigten Infektion vorzubereiten. So müssten bei einem Verdachtsfall Hygienemaßnahmen eingehalten werden, um eine Übertragung durch Tröpfchen zu verhindern. Die möglicherweise mit dem Virus infizierten Patienten sollten einen mehrlagigen Mund-Nasen-Schutz tragen und in einem Isolierzimmer möglichst mit Vorraum oder Schleuse untergebracht werden. Wenn das nicht möglich ist, sollte es zumindest ein Einzelzimmer mit eigener Nasszelle sein. Das Personal müsse Schutzkleidung, Schutzbrille, Handschuhe und spezielle Atemmasken tragen. Auch niedergelassene Ärzte seien über den Umgang mit Verdachtsfällen bei einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus informiert worden.

    Vier Erkrankte werden in München behandelt - Weitere Tests laufen

    Die bereits zuvor erkrankten vier Webasto-Mitarbeiter befinden sich immer noch im Schwabinger Klinikum in München. Nach Angaben der Ärzte sind sie nach wie vor symptomfrei und in "klinisch gutem Zustand".

    An insgesamt 110 Kontaktpersonen aus der Firma im Landkreis Starnberg laufen weiterhin Tests. Die bisher ermittelten Kontaktpersonen sollten sich häuslich isolieren und sich mit Angaben zu ihrem Gesundheitsstatus fortlaufend beim Gesundheitsamt melden. Weitere Testergebnisse werden voraussichtlich im Laufe des Freitags vorliegen. Darüber hinaus ermitteln die Gesundheitsämter weiter - zum Beispiel auch nach Kontakten im privaten Umfeld.

    WHO-Sprecher lobt deutsche Maßnahmen gegen Coronavirus

    Derweil lobte der WHO-Sprecher Christian Lindmeier im "Rundschau Magazin" des Bayerischen Fernsehens die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Damit sich das Virus nicht weiterverbreite, müsse die internationale Gemeinschaft zusammenstehen - etwa bei Entsendung und Training von medizinischem Personal oder in der Koordination logistischer Maßnahmen. Die WHO empfiehlt keine besonderen Reise- oder Handelsbeschränkungen. Im Umgang mit dem Coronavirus zeige sich Deutschlands starkes Gesundheitssystem, so Lindmeier. Die Fälle in Bayern würden beweisen, dass man Patienten schnell identifizieren, isolieren und behandeln sowie möglichen Infizierten im Umfeld nachgehen könne.

    "Nicht jedes Land hat ein so starkes Gesundheitssystem wie Deutschland." WHO-Sprecher Christian Lindmeier im "Rundschau Magazin"

    Auch die Reaktion Chinas auf das Virus beurteilte Lindmeier positiv, man habe rasch Maßnahmen ergriffen.

    Das Neueste zum Coronavirus lesen Sie hier in unserem Ticker.

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    In Bayern hat sich ein weiterer Patient mit dem neuartigen Coronavirus aus China infiziert. Es handelt sich um einen Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die vier bislang bekannten Fälle beschäftigt sind.