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Zahl der Berufspendler erreicht Höchstwert in Oberfranken | BR24

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Stau als Folge der steigenden Zahl der Berufspendler

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    Zahl der Berufspendler erreicht Höchstwert in Oberfranken

    Der Pendler-Boom flacht nicht ab. Die Zahl der Berufspendler in Oberfranken erreichte zuletzt einen Höchstwert. Gründe für den Boom sind hohe Mietpreise und ein enormes Job-Wachstum in den Städten.

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    Die Zahl der Berufspendler in Oberfranken nahm zuletzt immer weiter zu. Das teilte die IG Bau in einer Pressemeldung mit. So hat die Zahl der Berufspendler in den Landkreisen Bayreuth, Kulmbach und Wunsiedel im Fichtelgebirge einen neuen Höchststand erreicht.

    Einpendler und Auspendler

    Im vergangen Jahr kamen 28.000 Menschen regelmäßig zum Arbeiten von außerhalb in die Stadt Bayreuth – die sogenannten Einpendler. Parallel verließen rund 35.000 Menschen - die Auspendler - regelmäßig die Grenzen des Landkreises Bayreuth auf dem Weg zur Arbeit. Verglichen mit dem Jahr 2000 ist sowohl bei den Ein- als auch bei den Auspendlern ein Anstieg von 19 Prozent zu verzeichnen.

    Teure Mieten und Job-Wachstum

    Gründe für den Pendel-Boom sei ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum in den Groß- und Uni-Städten. Gleichzeitig entstanden in diesen Städten besonders viele Jobs, so der Bezirksvorsitzende der IG Bau Oberfranken Gerald Nicklas.

    Folgen des Booms erfordern drastische Wende

    Die Folgen seien immer längere Staus, überfüllte Züge und eine enorme Belastung für die Umwelt. Knapp ein Fünftel aller CO2-Emissionen in Deutschland sind laut Umweltbundesamt auf den Verkehr zurückzuführen. Laut Nicklas sei eine "drastische Wende" in der Wohnungsbaupolitik notwendig. Dafür müssen massive Investitionen in bezahlbaren Wohnraum und die Verkehrsinfrastruktur getätigt werden.

    Deutschlandweiter Pendel-Boom

    Den Pendel-Boom gibt es nicht nur in Oberfranken, sondern in ganz Deutschland. Rund 39 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten pendelten im vergangenen Jahr in eine andere Stadt oder einen anderen Kreis zur Arbeit.