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Zahl der Badeunfälle in Bayern am höchsten | BR24

© BR/Achim Winkelmann

Noch immer gibt es in Bayern deutlich mehr Badeunfälle als im Bundesdurchschnitt. Häufigster Ort sind dabei Weiher und Seen, aber auch in Flüssen ertrinken immer wieder Menschen. Ursache sind dabei oft Leichtsinn und Unwissenheit.

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Zahl der Badeunfälle in Bayern am höchsten

Noch immer gibt es in Bayern deutlich mehr Badeunfälle als im Bundesdurchschnitt. Am häufigsten passieren sie an Weihern und Seen, aber auch in Flüssen ertrinken immer wieder Menschen. Ursache sind oft Leichtsinn und Unwissenheit der Badenden.

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An sonnigen Tagen kann es eng werden auf dem Main bei Würzburg. Neben Ruderern, Stehpaddlern, Kajaks, Motorbooten und den riesigen Binnenschiffen tummeln sich ganze Familien mit Schlauchbooten, Schwimmringen und Luftmatratzen. Viele Schwimmer kommen täglich. Obwohl viele Freibäder mittlerweile mit Beschränkungen wieder geöffnet haben, ist die Zahl der Flussbadenden zuletzt deutlich angestiegen, haben die ehrenamtlichen Retter beobachtet.

Gefahren beim Schwimmen im Fluss

Doch das Schwimmen im Fluss birgt auch Gefahren. Allein bis Ende Juni sind heuer in den bayerischen Flüssen schon 12 Menschen ertrunken, berichtet die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft DLRG. 2019 waren es 95. Ein 41-Jähriger ertrank in Traunstein, nachdem er in die Traun gesprungen und nicht mehr aufgetaucht war, ein 45-Jähriger in der Sinn bei Bad Brückenau. Gefährlich ist etwa im Main der Sog im Bereich von Schiffen. Aber auch sonst gibt es oft starke Strömungen, gegen die Badende nicht ankämpfen sollten, sagt Christoph Graf-Hadry von der DLRG Würzburg.

Wo ist Schwimmen erlaubt, wo verboten?

Das Baden in Flüssen ist in Bayern grundsätzlich dort erlaubt, wo es nicht verboten ist. Geregelt wird das in einer Verordnung des Bundeswasserstraßengesetzes. Verboten ist demnach unter anderem das Baden 100 Meter oberhalb und unterhalb von Schleusen, Wehren, Brücken und Kraftwerksanlagen. Badende müssen sich außerdem so verhalten, dass Fahrzeuge nicht abbremsen oder ihren Kurs ändern müssen. Die DLRG rät deshalb dringend davon ab, Flüsse zu kreuzen.

Meist gute Wasserqualität in den Flüssen

Die Wasserqualität der bayerischen Flüsse hat sich in den vergangenen Jahren gebessert. Weil aber vor allem nach Starkregen noch immer Rückstände von Kläranlagen und dazu auch Gifte aus der Landwirtschaft in die Gewässer gelangen, schwimme jeder in Flüssen auf eigene Gefahr, so das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Besonders gefährdet sind abwehrgeschwächte Personen und Kleinkinder. Um das Infektionsrisiko zu senken, sollte man es vermeiden, den Kopf unterzutauchen und Wasser zu schlucken.

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