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Der Landkreis Wunsiedel hält weiterhin an seinen beiden mobilen Corona-Teststationen fest. (Symbolbild)

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    Wunsiedel testet trotz Aufhebung der Corona-Testpflicht weiter

    Seit zwei Tagen gibt es in Bayern keine Corona-Testpflicht mehr für sogenannte Grenzgänger. Der Landkreis Wunsiedel hält trotzdem an seinen Test-Stationen fest und setzt auf die Eigenverantwortung der Pendler, die in Tschechien arbeiten.

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    Von
    • Lasse Berger

    Obwohl die wöchentliche Corona-Testpflicht für sogenannte Grenzgänger in Bayern aufgehoben worden ist, hält der Landkreis Wunsiedel an seinen beiden mobilen Teststationen in Schirnding und Marktleuthen fest. Demnach können sich Bürger aus dem Landkreis freiwillig und kostenlos testen lassen, die zum Beispiel aus beruflichen Gründen ins benachbarte Tschechien pendeln.

    Corona-Teststation: Täglich 700 Abstriche in Schirnding

    An der mobilen Test-Station in Schirnding wurden seit Anfang November durchschnittlich mehr als 700 Tests pro Tag durchgeführt. Etwa 25 von ihnen fielen positiv aus. Die Landratsamt will mithilfe der Tests die Verbreitung des Virus eindämmen. Nach aktuellem Stand des Gesundheitsamtes Wunsiedel beträgt der 7-Tage-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner im Landkreis 185,8.

    Gericht kippt Testpflicht wegen Eilantrag zweier Schüler

    Der Landkreis Wunsiedel sah sich aufgrund der Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs dazu gezwungen, sich zu dem Thema "Corona-Tests für sogenannte Grenzgänger" zu äußern. Nach dem Beschluss wurde die Regelung schließlich aufgehoben, wonach nach Tschechien pendelnde Arbeitnehmer einmal pro Woche einen Corona-Test machen müssen. Auslöser für die gerichtliche Entscheidung war ein Eilantrag zweier österreichischer Schüler, die ein Gymnasium im Landkreis Berchtesgadener Land besuchen. Nach Auffassung des Verwaltungsgerichtshofs sind die Voraussetzungen für eine solche Testpflicht "bei Ansteckungsverdächtigen" derzeit nicht erfüllt.

    Wunsiedel ruft "Grenzgänger" zur Vernunft auf

    Wunsiedels Landrat Peter Berek (CSU) nimmt in dem Schreiben auch Stellung zu der Gerichtsentscheidung: "Ich kann und will die rechtlichen Erwägungen des Gerichts nicht kommentieren oder in Frage stellen. Aber ich bin nicht bereit, die Folgen, die diese Entscheidung für uns im Fichtelgebirge haben könnte, zu akzeptieren." Berek appelliert deshalb an die Vernunft der Unternehmen und Grenzgänger, die im Landkreis Wunsiedel tätig sind, an der bisherigen Test-Strategie festzuhalten.

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