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"Wunsiedel ist bunt": Mit Kultur gegen Neonazis | BR24

© BR/Anne Axmann

Der "Dritte Weg" ruft zum "Heldengedenken" in Wunsiedel. Neonazi-Gegner machen mobil und stellen einmal mehr ein buntes Kulturprogramm auf die Beine. Sprecherin Svenja Fassbinder über die Hintergründe.

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"Wunsiedel ist bunt": Mit Kultur gegen Neonazis

Während Rechtsextreme in Wunsiedel wieder zum "Heldengedenken" rufen, formiert sich in der Stadt einmal mehr der Widerstand gegen Rechts. In diesem Jahr hat das Netzwerk "Wunsiedel ist bunt" ein Programm aus Musik, Filmen und einer Lesung geschnürt.

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Unter dem Motto "Suche Frieden und jage ihm nach" lädt das Netzwerk "Wunsiedel ist bunt" am Samstag (16.11.19) ab 16:00 Uhr zu einem Tag der Demokratie und Toleranz in Wunsiedel.

In diesem Jahr gibt es neben einem Friedensgebet und einem gemeinsam Umzug zum Wunsiedler Marktplatz unterschiedlichste Kulturveranstaltungen gegen Rechts. Auf dem Marktplatz spielen zwei Bands, Kurzfilme von Hofer Jugendlichen zum Thema Ausgrenzung, Diskriminierung und Toleranz werden gezeigt. Das "Juku-Mobil" – das Jugendkunstmobil lädt zwischen 16:00 Uhr und 19:00 Uhr zum Kreativ sein und Gestalten ein. In der Stadtkirche, dem Mehrgenerationenhaus und der katholischen Kirchen Wunsiedel gibt es Konzerte.

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Die Veranstalter von "Wir sind bunt" haben ein Buntes Programm gegen Rechts auf die Beine gestellt.

Spiegel Journalist Kazim liest Hass-Mails

Ein Highlight ist um 19:30 Uhr die Lesung von Spiegel Journalist Hasnain Kazim über seine Erfahrungen mit Hass-Mails. Alle kulturellen Veranstaltungen stehen im Zeichen von Demokratie, Frieden und Toleranz.

Wunsiedler demonstrieren gegen den "Dritten Weg"

Die Wunsiedler wollen mit den Veranstaltungen diese Gesellschaftswerte feiern und sich deutlich zu Ihnen bekennen, um so gegen eine Kundgebung der Partei „Der Dritte Weg“ zu demonstrieren. Die rechtsextreme Partei ruft an diesem Tag wieder zum sogenannte "Heldengedenken" in Wunsiedel auf.

Rechtsextreme nutzen Wunsiedel als Pilgerstätte

Die Stadt Wunsiedel wehrt sich mittlerweile schon seit 32 Jahren gegen die Aufmärsche von Rechtsextremen. Sie nutzen Wunsiedel immer wieder als Pilgerstätte, weil dort Hitlers Stellvertreter Rudolf Hess begraben lag.