BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Wunsiedel eröffnet Geschäftsstelle zur atomaren Endlager-Frage | BR24

© BR

Der Landkreis Wunsiedel eröffnet 2021 eine Geschäftsstelle zur atomaren Endlager Frage.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Wunsiedel eröffnet Geschäftsstelle zur atomaren Endlager-Frage

Im Landkreis Wunsiedel soll es 2021 eine Geschäftsstelle geben, die sich mit Fragen der Suche nach einem atomaren Endlager beschäftigt. Für einen der Experten ist jetzt schon klar, dass das Fichtelgebirge dafür nicht geeignet ist.

Per Mail sharen
Von
  • Anne Axmann

Im Landkreis Wunsiedel soll es im nächsten Jahr eine neue Geschäftsstelle geben, die sich mit Fragen der Suche nach einem atomaren Endlager beschäftigt. Die Geschäftsstelle soll sich um die oberfränkischen Belange bei der Endlager-Suche kümmern.

Viele Experten im Landkreis Wunsiedel

Die Wahl von allen oberfränkischen Landkreisen und kreisfreien Städten fiel auf Wunsiedel, weil es hier besonders viele Experten auf diesem Gebiet gebe. "Für die Finanzierung dieser Stelle sind wir mit den Landkreisen und Städten in Kontakt", so Landrat Peter Berek (CSU) zum BR. Sobald diese stehe, soll es losgehen.

Geowissenschaftler Peterek für Geschäftsstelle geplant

In der Geschäftsstelle wird der Geowissenschaftler Andreas Peterek arbeiten, der schon seit Jahren den Landkreis zu diesem Thema berät. Peterek wird die Stelle zu 40 Prozent innehaben, sagte Landrat Berek weiter. Peterek sei ein Kenner der oberfränkischen Geologie. Der Geowissenschaftler ist weiterhin beim Geopark Bayern Böhmen tätig. Zudem soll es eine zweite Vollzeitstelle geben, die sich um Büroaufgaben kümmern wird.

Ziel: Politik und Wissenschaft mit Fachwissen versorgen

Ziel der neu geschaffenen Stellen sei es, zum einen Politik und Wissenschaftler mit Fachwissen zu versorgen und in der Kommunikation nach außen klar und sachlich aufzutreten. Es sei wichtig, keine Angst zu verbreiten, sondern Interessen sachlich zu vertreten, betonte Berek.

Geologe: Fichtelgebirge sei als Endlager ungeeignet

Der Geologe Peterek geht übrigens davon aus, dass das Fichtelgebirge für ein Endlager ungeeignet sei, denn zum einen sei Granit als Endlager nicht geeignet, zum anderen sei das Fichtelgebirge bis heute geologisch aktiv. Außerdem läge das Fichtelgebirge in der geologisch jungen vulkanisch-tektonischen Zone des Egerrifts (Egergraben) mit teils sehr jungen Vulkanen, Störungszonen und seismisch aktiven Teilgebieten. Die Suche nach einem Endlager führt in Deutschland die Bundesgesellschaft für Endlager (BGE). In einem ersten Zwischenbericht war das Fichtelgebirge unter den möglichen Standorten genannt.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!