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Wunsiedel: Corona-Inzidenzwert steigt wieder auf über 300 | BR24

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Der Corona-Inzidenzwert im Landkreis Wunsiedel ist auf 307 gestiegen. Das ist der zweithöchste Wert in Bayern und Deutschland.

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    Wunsiedel: Corona-Inzidenzwert steigt wieder auf über 300

    Der Corona-Inzidenzwert im Landkreis Wunsiedel ist auf 316 gestiegen. Das ist der zweithöchste Wert in Bayern und Deutschland. Mit 319 hat nur Tirschenreuth einen noch höheren Inzidenzwert und ist Hotspot Nummer eins in Deutschland.

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    Von
    • Simon Trapp

    Der Corona-Inzidenzwert für den Landkreis Wunsiedel hat die Marke 300 überschritten. Wie das Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit mitteilte, beträgt die 7-Tage-Inzidenz 316. Das ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) der höchste Wert in Oberfranken und der zweithöchste Wert in Bayern und Deutschland. Gestern lag der Corona-Inzidenzwert im Landkreis Wunsiedel noch bei 279.

    Ausgangssperre im Landkreis Wunsiedel und Tirschenreuth

    Ein noch höheres Infektionsgeschehen als Wunsiedel hat der Nachbarlandkreis Tirschenreuth in der Oberpfalz. Hier beträgt der Inzidenzwert 319. Der Landkreis Tirschenreuth ist damit Corona-Hotspot Nummer eins in Deutschland. Wegen der hohen Inzidenzwerte gilt in den Landkreisen Wunsiedel und Tirschenreuth sowie in Stadt und Landkreis Hof nach wie vor eine nächtliche Ausgangssperre von 22.00 bis 05.00 Uhr

    Im Nachbarland Tschechien noch höhere Inzidenzwerte

    Die Spitzen-Inzidenzwerte über 300 in den Landkreisen Wunsiedel und Tirschenreuth erklären Experten mit der Nähe zu Tschechien. Beide Landkreise grenzen an das Nachbarland an, wo der Inzidenzwert in manchen Gegenden noch um ein Vielfaches höher ist.

    Landrat von Wunsiedel fordert mehr Testkapazitäten

    In einer Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) forderte der Landrat von Wunsiedel, Peter Berek (CSU), verstärkt in den Grenzregionen zu Tschechien zu testen. Um die Testkapazitäten zu erhöhen, bräuchte es mehr Unterstützung von Bund und Land, sagte der Landrat. Von der Corona-Pandemie stark betroffene Landkreise sollten zudem gezielt mit Impfstoff versorgt werden.

    Mehr Impfstoff für Grenzregionen gefordert

    Bundeskanzlerin Angela Merkel habe verhalten auf diese Forderungen reagiert, hieß es aus dem Teilnehmerkreis der Videokonferenz. Der Landrat von Hof, Oliver Bär (CSU), und die Oberbürgermeisterin von Hof, Eva Döhla (SPD), verlangten ebenfalls mehr Impfstoff für die Grenzregionen. Sie befürchten, dass sich das Nachbarland Tschechien immer mehr zu einem "Virusmutationsgebiet" entwickle, was die Corona-Inzidenzwerte in Nordostbayern weiter anstiegen lasse.

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