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Würzburgs OB angezeigt – keine Ordnungswidrigkeit festgestellt | BR24

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Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt muss kein Bußgeld zahlen, weil beim Empfang der Würzburger Kickers der Abstand nicht eingehalten wurde. Nach einem Gruppenfoto mit Sportlerinnen und Sportlern gab es Kritik und eine anonyme Anzeige.

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Würzburgs OB angezeigt – keine Ordnungswidrigkeit festgestellt

Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt muss kein Bußgeld zahlen, weil beim Empfang der Würzburger Kickers der Abstand nicht eingehalten wurde. Nach einem Gruppenfoto mit Sportlerinnen und Sportlern gab es Kritik und eine anonyme Anzeige.

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Von
  • Julia Dechet

Entwarnung für Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU): Beim Empfang der Mannschaft der Würzburger Kickers im Rathaus nach dem Aufstieg in die Zweite Bundesliga war gegen Schuchardt eine Anzeige eingegangen. Die Kritik: Bei einem Foto wurde der nötige Mindestabstand nicht eingehalten. Nun hat die Regierung von Unterfranken als zuständige Aufsichtsbehörde das Untersuchungsergebnis mitgeteilt.

Regierung sieht rein rechtlich kein Fehlverhalten

Aus infektionsschutzrechtlicher Sicht ist keine Ordnungswidrigkeit ersichtlich. Oberbürgermeister Schuchardt muss also auch kein Bußgeld zahlen. Die Begründung der Behörde: Nach dem Hygienekonzept der Stadt war die allgemeine Vorgabe bei der Veranstaltung, dass ein Mindestabstand "wo immer möglich" eingehalten werden müsse und eine Mund-Nasen-Bedeckung "den Teilnehmern zu empfehlen" sei. Daher liege rein rechtlich kein Fehlverhalten vor.

Schuchardt einsichtig: "Corona macht keine Ferien"

Der WÜrzburger Oberbürgermeister zeigte sich dennoch offensichtlich einsichtig. "Nur, weil ein Bußgeldkatalog nicht greift, befindet man sich nicht automatisch im Recht", sagte er als Reaktion auf die Stellungnahme der Regierun. Weiter heißt es von Schuchardt: "Wir haben unsere Lektion gelernt. Corona macht keine Ferien oder Verschnaufpausen". Daher wäre auch bei der Feier für die Würzburger Kickers mehr Achtsamkeit angebracht gewesen.

Als weitere Reaktion will Christian Schuchardt mit Klimabürgermeister Martin Heilig (Bündnis 90/Die Grünen) und Bürgermeisterin Judith Jörg (CSU) der Würzburger Bahnhofsmission eine private Spende in Höhe von 500 Euro zukommen lassen.

Empfang der Stadt für Würzburger Kickers

Anfang Juli hatte ein Gruppenfoto vom Empfang der Würzburger Kickers für Kritik und auch eine anonyme Anzeige gesorgt. In der Anzeige war Schuchardt vorgeworfen worden, er habe bei der Veranstaltung am Rathaus rund um die Eintragung der Fußballerinnen und Fußballer ins Goldene Buch keinen ausreichenden Abstand eingehalten. Der Empfang fand am 6. Juli statt. Die Anzeige ging nach Angaben der Stadt am 9. Juli ein.

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