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Würzburger Wissenschaftler forschen zu Epidemien und Pandemien

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    Würzburger Wissenschaftler forschen zu Epidemien und Pandemien

    Zwei Forscher der Universität Würzburg beteiligen sich an neuen Forschungsprojekten, die sich mit Epidemien und Pandemien befassen. Insgesamt starten in Deutschland rund 50 neue Forschungsprojekte zu diesem Thema.

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    Von
    • Alisa Wienand

    An vielen Hochschulen starten neue Forschungsprojekte, die sich mit Epidemien und Pandemien beschäftigen. Daran sind auch Wissenschaftler der Uni Würzburg beteiligt. Wie die Universität, arbeitet der Würzburger Klimaforscher Heiko Paeth zusammen mit der Augsburger Professorin Elke Hertig an einem Projekt zu Krankheiten, die von Mücken übertragen werden. Im Fokus stehen die beiden Stechmückengattungen Tigermücke und Malariamücke. Beide Mücken können gefährliche Infektionserreger auf den Menschen übertragen und Krankheiten wie Malaria, Dengue-Fieber, Chikungunya, Zika oder Gelbfieber auslösen.

    Infektionen durch Mücken

    Der Klimawandel bietet den beiden Mückengattungen immer bessere Lebensbedingungen in den Ländern rund um das Mittelmeer. Paeth und Herting wollen Computermodelle erarbeiten, mit denen sich die künftige Ausbreitung der Mücken im Mittelmeerraum abbilden lässt. Für seinen Teil des Projekts erhält Heiko Parth in den kommenden drei Jahren rund 250.000 Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

    Covid-App für Geflüchtete

    Der Würzburger Medizin-Informatiker Rüdiger Pryss will zusammen mit seinem Team Covid-Apps für junge Geflüchtete entwickeln. Ziel des Projekts ist es laut Universität, geflüchtete junge Menschen in Deutschland zu befähigen, sich und andere besser vor Covid-19 zu schützen. Außerdem soll ihre Impfbereitschaft mithilfe der Apps gefördert werden. Hintergrund ist laut Uni Würzburg, dass die meisten Geflüchteten in Gemeinschaftsunterkünften leben. Dort gebe es ein großes Risiko hoher Inzidenzwerte.

    Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft

    Die DFG fördert das Projekt mit insgesamt rund 230.000 Euro. Knapp 88.000 Euro davon gehen an das Team von Pryss. Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat die DFG ein neues Förderprogramm aufgelegt. Ziel ist die verstärkte Erforschung von Epidemien und Pandemien. Dafür stellt die DFG insgesamt 31,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld fließt in 51 neue fächerübergreifende Projekte, die aus insgesamt 280 Förderanträgen ausgewählt wurden.

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