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Glühwein wird es wohl dieses Jahr nicht am Würzburger Weihnachtsmarkt geben.

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    Würzburger Weihnachtsmarkt soll alkoholfrei stattfinden

    Gedränge, enge Hütten und viel Alkohol – so sieht der Weihnachtsmarkt in Würzburg normalerweise aus. Wegen Corona aber nicht so in diesem Jahr. Die Stadt feilt an einem Konzept, das nicht jedem gefallen wird.

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    Von
    • Carolin Hasenauer

    Nur noch wenige Wochen bis zum offiziellen Start der Weihnachtsmärkte in Unterfranken. In Würzburg ist jetzt klar: Es läuft auf ein dezentrales Konzept hinaus, wie etwa bei der Alternative des Kiliani-Volksfests. Da waren den Sommer über Verkaufsstände und Fahrgeschäfte auf mehrere Plätze in der Innenstadt verteilt. Aktuell sei laut Stadt sogar ein alkoholfreier Adventsmarkt geplant. Allerdings müsse man immer die Entwicklung der Corona-Pandemie im Blick behalten und das Konzept entsprechend anpassen.

    Neue Plätze, mehr Abstand

    "Nach der derzeitigen Planung wird sich zum einen das angebotene Sortiment, insbesondere bei den Speisen und Getränken, deutlich verändern, andererseits werden auch die Standplätze umgeplant", teilt die Stadt mit. Um für die benötigten Abstände ausreichend Platz zu schaffen, würden aufgrund der Pandemie-Situation neue Plätze hinzukommen, breitere Abstände und Wegeflächen eingerichtet. Dennoch werde es in der Summe insgesamt weniger Marktstände in der Innenstadt geben – trotz neuer Örtlichkeiten und des Wegfalls einer Bühne bei größeren Abständen und größeren Laufwegen.

    Doch ein Schlupfloch für eine Tasse Glühwein?

    Zusätzlich sei geplant, auf dem Paradeplatz einen "Würzburger Winterwald" zu organisieren, bei dem es den Beschickern ermöglicht werde, auch alkoholische Getränke und Speisen für registrierte Besucher anzubieten. Voraussetzung hierfür soll ein besonderes Hygiene-, Schutz- und Organisationskonzept sein, das sich streng nach dem Bayerischen "Hygienekonzept Gastronomie" und den Vorgaben des Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA richte.

    Viele kleine unterfränkische Märkte bereits abgesagt

    Nicht stattfinden können vor allem kleinere Weihnachtsmärkte in Unterfranken. Abgesagt wurde zum Beispiel die Leinacher Waldweihnacht im Landkreis Würzburg. Geschäftsführer Uwe Klüpfel sagt: "Wir sehen uns nicht im Stande dazu, angemessen reagieren zu können." Auch der traditionelle Weihnachtsmarkt in der kleinen Spessart-Gemeinde Rothenbuch, der alljährlich bis zu 20.000 Besucher anzieht, wird 2020 nicht stattfinden. "Wir haben leider kein Konzept gefunden, das sich mit den Corona-Richtlinien vereinbaren ließe", heißt es aus dem Rathaus. Ausfallen muss auch der Weihnachtsmarkt in Himmelstadt. Das Weihnachtspostamt beantwortet die Post ans Christkind aber trotzdem.

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