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Würzburger VG verhandelt Anwohner-Klagen | BR24

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Stadion der Würzburger Kickers

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    Würzburger VG verhandelt Anwohner-Klagen

    Publikumsverkehr, Lärm und Flutlicht - einige Anwohner haben die Auswirkungen des Spielbetriebs der aufstrebenden Würzburger Kickers satt. Nun befasst sich das Verwaltungsgericht mit mehreren Klagen.

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    Etwa ein Dutzend Anwohner des Kickers-Stadions am Würzburger Dallenberg ziehen mit ihrem Unmut heute Vormittag vor Gericht. Beklagter ist die Stadt Würzburg, unter anderem wegen der erteilten Baugenehmigung für die neue Flutlichtanlage der Kickers. Vereinsvertreter sind zu der Verhandlung beigeladen.

    Vermittlungsversuche des Vereins

    Wiederholt hatte der Verein den Dialog mit den Anwohnern gesucht - offenbar vergeblich. Im Sommer 2015 kamen etwa 80 Anwohner zu einer Informationsveranstaltung der Würzburger Kickers. Die Stimmung damals war aufgeladen: Einige Anwohner machten ihrer Verärgerung über die Begleiterscheinungen des Fußballbetriebs lautstark Luft.

    Klagen über Lärm und Müll

    Die Anwohner beklagten sich über stundenlangen Lärm schon vor und auch nach einem Spiel, das laute und nicht genehmigte VIP-Zelt, den Müll nach den Spielen, zugeparkte Anwohnereinfahrten und ein ihrer Ansicht nach mangelhaftes Verkehrskonzept. Andere Anwohner äußerten Bedenken, dass größere Gruppierungen von teils problematischen Gästefans künftig durch das Wohngebiet zum Stadion geleitet würden.

    Lärmschutzbeauftragter und Ordnungsdienst

    Die Verantwortlichen der Würzburger Kickers haben wegen der Beschwerden einen Lärmschutzbeauftragten installiert, der als Ansprechpartner vermitteln soll. Der Verein hat außerdem einen Ordnungsdienst beauftragt, der versucht, Fußballfans weitgehend aus dem Wohngebiet fern zu halten. Weite Teile des Dallenbergs werden direkt nach den Spielen durch die Stadtreiniger von Müll gesäubert, bezahlt von den Kickers.