Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Würzburger Verkehrsbündnis will "Radentscheid" | BR24

© BR

Mit einem Bürgerbegehren will das Würzburger Bündnis "Verkehrswende jetzt" einen Bürgerentscheid für mehr Fahrradfreundlichkeit erreichen. Wie das Bündnis mitteilte, soll der Vorstoß für einen Würzburger "Radentscheid" heute offiziell starten.

2
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Würzburger Verkehrsbündnis will "Radentscheid"

Mit einem Bürgerbegehren will das Würzburger Bündnis "Verkehrswende jetzt" einen Bürgerentscheid für mehr Fahrradfreundlichkeit erreichen. Wie das Bündnis mitteilte, soll der Vorstoß für einen Würzburger "Radentscheid" heute offiziell starten.

2
Per Mail sharen
Teilen

Den Startschuss für das Bürgerbegehren gab das Bündnis auf Facebook und auf seiner Internetseite. An einem Stand auf dem Würzburger Stadtfest hatten die Fahrradfreunde bereits am Freitag und Samstag unter dem Motto "Würzburg tritt in die Pedale" informiert und erste Unterschriften gesammelt.

6.500 Bürger müssen unterschreiben

Voraussetzung für ein erfolgreiches Bürgerbegehren und den anschließenden Bürgerentscheid ist ein Quorum von mindestens fünf Prozent der Einwohner. In Würzburg mit aktuell rund 130.000 Einwohnern müssten also etwa 6.500 Menschen unterschreiben.

Würzburg "angstfrei" machen

Nach Ansicht der Initiatoren unternimmt die Stadt Würzburg zu wenig für die Sicherheit und die Förderung des Radverkehrs. Das Ziel müsse sein, in Würzburg ein "angstfreies" Radfahren zu ermöglichen – gerade auch für Kinder, Senioren und unsichere Radfahrer. Als konkrete Maßnahmen wünscht sich das Bündnis zum Beispiel sichere und breite Radwege, "stressfreie" Kreuzungen durch freie Sicht und Radampeln mit Gelbphasen, ein engmaschiges Radwegenetz sowie bedarfsgerechte und flächendeckende Fahrradparkplätze.

Andere Städte als Vorbild

Erfolgreiche "Radentscheide" gab es bereits in Städten wie Frankfurt, München oder Bamberg. In Bamberg etwa hatte ein Bürgerbegehren erreicht, dass der Stadtrat Anfang 2018 ein Maßnahmenpaket zur Fahrradfreundlichkeit verabschiedete. Auch in Nürnberg gibt es Überlegungen, im Jahr 2020 einen "Radentscheid" zu starten.

"Lichtjahre" von Fahrradfreundlichkeit entfernt

Die Stadt Würzburg ist vor kurzem als dauerhaftes Mitglied in die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V. (AGFK) aufgenommen worden. Kritiker wie Hans-Jürgen Beck von der Verkehrsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) verweisen jedoch darauf, dass Würzburg "Lichtjahre davon entfernt" sei, fahrradfreundlich zu sein.