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Würzburger Stadträtin tritt als VdK-Ortsvorsitzende zurück | BR24

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Rathaus Würzburg

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    Würzburger Stadträtin tritt als VdK-Ortsvorsitzende zurück

    Die CSU-Stadträtin Sabine Wolfinger tritt als Ortsvorsitzende des Sozialverbands VdK im Dürrbachtal zurück. Sie zieht damit Konsequenzen aus der öffentlichen Diskussion unter anderem um ihre CSU-Visitenkarte in einer VdK-Einladung.

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    Ende September hatte Sabine Wolfinger (CSU) eine schriftliche Einladung an Mitglieder des Sozialverbands VdK verschickt. Dieser Einladung lag ihre Visitenkarte der CSU-Stadtratsfraktion bei. Als Gesprächspartner zu der Veranstaltung war der amtierende Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) geladen. Außerdem hat Sabine Wolfinger CSU-Plakate der Stadtratsfraktion zu verantworten, bei denen als Verantwortliche im Sinne des Presserechts neben ihrem Namen auch der VdK angegeben war.

    Rücktrittsforderungen wegen Wahlwerbung

    Unter anderem von Seiten des Linken-Stadtrats und OB-Kandidaten Sebastian Roth wurden deshalb Rücktrittsforderungen laut – wegen verdeckter Parteienfinanzierung und unstatthafter Wahlwerbung. Wolfinger spricht stattdessen von "Fehlern, die passiert sind", die sie aber "ohne böse Absicht" begangen habe.

    Angaben auf Plakaten seien "verschusselt" worden

    Zum Fall der Angabe auf den Plakaten sagte Sabine Wolfinger dem BR: "Ich habe das verschusselt". Ein freier Mitarbeiter von ihr habe die Angaben auf den Plakaten vermischt, sie habe die Plakate ohne genaue Kontrolle freigegeben. Der VdK habe mit der Finanzierung der Plakate nichts zu tun. In einer Stellungnahme, die dem BR vorliegt, schreibt Wolfinger dazu: "Dass ich bei der Freigabe der Plakate das ViSdP in kleiner Schriftgröße nicht überprüft habe, bedaure ich ferner sehr und hierfür entschuldige ich mich nochmals aufrichtig. Ich hatte es schlicht übersehen."

    Visitenkarten: Keine eigene Karte für jedes Amt

    Zur CSU-Visitenkarte im VdK-Schreiben sagte Wolfinger dem BR, sie habe das "nicht als problematisch empfunden". Sie räume aber ein, dass sie bei der Grenzziehung zwischen ihren Ehrenämtern "gedankenlos" gewesen sei. Sie habe zahlreiche Ehrenämter inne und nicht für jedes Amt eine eigene Visitenkarte gehabt. Nun wolle sie sich Blanko-Karten nur mit ihrem Namen drucken lassen.

    Öffentliche Anfeindungen in sozialen Netzwerken

    Zum Rücktritt vom VdK-Vorsitz, so Wolfinger, hätten sie letztlich "die öffentlichen Anfeindungen" bewogen, denen sie "im Besonderen als Kommunalpolitikerin in den sozialen Netzwerken" ausgesetzt gewesen sei. Das habe "mit Sachkritik nichts zu tun" gehabt und habe ihr "zugesetzt", sagte Wolfinger dem BR.

    Sabine Wolfinger bleibt Stadträtin von Würzburg

    Ihr Amt als Stadträtin wolle sie weiterhin "sehr gewissenhaft" und "mit Leib und Seele" wahrnehmen. Für den Vorsitz im VdK-Ortsverband Dürrbachtal hätte sie bei den anstehenden Wahlen ohnehin nicht mehr kandidiert, weil sie inzwischen in die Würzburger Innenstadt gezogen sei.