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Würzburger Residenz: Teuerster Neuerwerb für Gemäldesammlung | BR24

© Universität Würzburg

Porträt des Architekten Sebastiano Serlio

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Würzburger Residenz: Teuerster Neuerwerb für Gemäldesammlung

Das Martin von Wagner Museum in der Würzburger Residenz ist um ein Renaissancegemälde reicher. Das Porträt eines Architekten sei mit einem Preis von 130.000 Euro der bisher teuerste Erwerb der Gemäldegalerie, teilte die Universität Würzburg mit.

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Das Martin von Wagner Museum, das die Kunstsammlungen der Julius-Maximilians-Universität Würzburg umfasst, ist um ein spektakuläres Renaissancegemälde reicher. Das Werk von Bartolomeo Passerotti aus Bologna, einem der herausragenden Porträtisten aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, sei mit einem Preis von 130.000 Euro der bisher teuerste Erwerb der Gemäldegalerie, teilte die Universität Würzburg mit.

Es zeigt den Architekten Sebastiano Serlio (1475-1554) und entstand rund 20 Jahre nach dessen Tod. Passerotti musste sich daher einer Vorlage bedienen. Dieses Doppelporträt hänge bereits im Würzburger Museum und werde dem Venezianer Bernardino Licinio zugeschrieben, teilte die Universität mit.

Finanzielle Unterstützung

Das alte Gemälde war von einer Pariser Galerie zum Verkauf angeboten worden. Der ursprüngliche Preis von rund 240.000 Euro konnte heruntergehandelt werden. Die Kaufsumme wurde zu zwei Dritteln über Mittel der Kulturstiftung der Länder sowie die Ernst von Siemens Kulturstiftung finanziert. Außerdem unterstützten die Unterfränkische Kulturstiftung, die Freunde der Würzburger Residenz und der Rotary Club Würzburg die Anschaffung.

Das Martin von Wagner Museum ist seit 1963 im Südflügel der fürstbischöflichen Residenz in Würzburg untergebracht. Es gehört zu den größten Universitätsmuseen in Europa.