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Würzburger Landratsamt-Mitarbeiter wegen Untreue vor Gericht | BR24

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Bildrechte: BR/Thomas Gebhardt

Ein leitender Mitarbeiter des Würzburger Landratsamtes steht vor Gericht. Der Vorwurf: Untreue. Der Beamte soll Privatausgaben dienstlich abgerechnet haben. Dafür droht ihm nun eine Freiheitsstrafe.

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Würzburger Landratsamt-Mitarbeiter wegen Untreue vor Gericht

Ein leitender Mitarbeiter des Würzburger Landratsamtes steht vor Gericht. Der Vorwurf: Untreue. Der Beamte soll Privatausgaben dienstlich abgerechnet haben. Dafür droht ihm nun eine Freiheitsstrafe.

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Von
  • Carolin Hasenauer

Gutscheine, Brotkörbe und 48 Schokoladen-Osterhasen: Ein leitender Landratsamt-Mitarbeiter soll sich wiederholt aus einem Vorrat hochwertiger Präsente bedient haben. Nun beginnt vor dem Würzburger Landgericht der Prozess gegen den 59 Jahre alten Mann. Der Angeklagte hätte zudem mehrfach Privatausgaben dienstlich abgerechnet. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Untreue vor.

Vorwurf: Beamter verschenkt Geld und Waren weiter

Das Kuriose an dem Fall: Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft hätte der Angeklagte die Beträge und Waren offenbar nicht in die eigene Tasche gewirtschaftet, sondern zum Teil weiterverschenkt. Dem Landratsamt sei so ein Schaden von einigen tausend Euro entstanden. Der mutmaßliche Schwindel flog im Juli 2018 auf. Der Beamte wurde daraufhin vom Dienst suspendiert.

Würzburger Landratsamt-Mitarbeit droht Disziplinarverfahren

Zwischen sechs Monaten und zehn Jahren Freiheitsstrafe liegt der gesetzliche Strafrahmen in derartigen Fällen, sagt Gerichtssprecher Michael Schaller. Dem Beamten droht jedoch nicht nur eine Verurteilung vor dem Landgericht: Er muss auch mit disziplinarrechtlichen Konsequenzen rechnen. Das Disziplinarverfahren pausiert momentan allerdings. Dieses wird eingeleitet, wenn sich Staatsbeamte ein Dienstvergehen zuschulden kommen lassen. Erst mit Abschluss des Verfahrens vor Gericht wird es wieder aufgenommen.

Im schlimmsten Fall droht dem Mitarbeiter dann der Verlust des Beamtenstatus und seiner Pensionsansprüche. Ein Fortsetzungstermin im Prozess ist für den 25. Juni angesetzt.

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