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Würzburger Kinderporno-Fall: Sieben Jungen identifiziert | BR24

© Nathalie Bachmann/BR-Mainfranken

Im Würzburger Kinderporno-Fall sind inzwischen sieben Jungen zweifelsfrei als Opfer eines Logopäden identifziert worden. Das war heute von einem Opferanwalt zu erfahren, der sich auf Informationen der Staatsanwaltschaft Bamberg bezieht.

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Würzburger Kinderporno-Fall: Sieben Jungen identifiziert

Im Würzburger Kinderporno-Fall sind inzwischen sieben Jungen zweifelsfrei als Opfer eines Logopäden identifiziert worden. Das war heute von einem Opferanwalt zu erfahren, der sich auf Informationen der Staatsanwaltschaft Bamberg bezieht.

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Ein Tatort waren die Räumlichkeiten einer integrativen Kindertagesstätte in Würzburg, für die der Logopäde tätig war. Als zweiter Tatort konnte die Praxis des Logopäden identifiziert werden. Die Kinderporno-Aufnahmen wurden über das Internet verbreitet. Laut Informationen eines Opferanwalts sind sieben Jungen inzwischen zweifelsfrei als Opfer identifiziert worden. Der Anwalt bezog sich auf Informationen der Staatsanwaltschaft Bamberg. Weil die Auswertung der Daten aber noch nicht abgeschlossen ist, ist nicht auszuschließen, dass noch weitere Opfer identifiziert werden könnten.

Verdächtiger befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft

Nachdem der 37-Jährige zunächst zu den Vorwürfen schwieg, gab er schließlich im April ein Passwort für Daten preis, die er auf seinem Computer gesichert hatte. Der Mann befindet sich seit dem 21. März wegen des dringenden Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern, sowie der Herstellung und der Verbreitung kinderpornographischer Schriften in Untersuchungshaft.

Mehrere Terabyte an Daten müssen gesichtet werden

Im Rahmen einer groß angelegten Durchsuchungsaktion konnten Einsatzkräfte am 20. März unter anderem eine dreistellige Zahl an Datenträgern sicherstellen. Insgesamt wurde Datenmaterial mit einem Umfang von mehreren Terabyte gesichert. Mit der inhaltlichen Auswertung hat die Staatsanwaltschaft ein Gutachterbüro beauftragt. In dem Würzburger Fall führt die Staatsanwaltschaft Bamberg die Ermittlungen, da dort die "Zentralstelle Cybercrime Bayern" angesiedelt ist.