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Würzburger Kinderporno-Fall: Große Menge beschlagnahmter Daten | BR24

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Im Würzburger Kinderporno-Fall müssen die Ermittler mehr Datenmengen auswerten als bisher gedacht. Es sei eine dreistellige Zahl an Datenträgern mit mehreren Terabyte Speicherkapazität sichergestellt worden, so die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg.

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Würzburger Kinderporno-Fall: Große Menge beschlagnahmter Daten

Im Würzburger Kinderporno-Fall müssen die Ermittler mehr Datenmengen auswerten als bisher gedacht. Es sei eine dreistellige Zahl an Datenträgern mit mehreren Terabyte Speicherkapazität sichergestellt worden, so die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg.

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Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg sagte am Montag, es sei eine dreistellige Zahl an Datenträgern wie Computern, Festplatten, USB-Sticks, Speicherkarten sowie Kameras mit insgesamt mehreren Terabyte Speicherkapazität sichergestellt worden. Vor zwei Wochen hatten Ermittler in Würzburg zunächst zwei Männer festgenommen. Einer ist wieder auf freiem Fuß, der andere sitzt in Untersuchungshaft. Er soll Kinderpornos angefertigt und im Darknet verbreitet haben.

Gelöschtes Material rekonstruieren

"Die Mitglieder der Sonderkommission müssen nun jeden Datenträger nach belastendem Material absuchen", so der Sprecher. Das heiße aber nicht nur, zu schauen, was momentan alles darauf gespeichert ist - sondern auch, zu untersuchen, was früher einmal darauf gespeichert gewesen sein könnte. Ob die Daten auf den Speichermedien verschlüsselt sind, ist noch unklar. Die Auswertung der Datenträger sei jedenfalls mit einem "enormem Aufwand" verbunden, man könne daher noch nicht einmal annähernd abschätzen, wie lange die Auswertung dauern wird.

Lebenspartner wieder freigelassen

Der Fall hatte für besondere Aufmerksamkeit gesorgt, weil der in U-Haft sitzende Logopäde freiberuflich in einer evangelischen Kita in Würzburg tätig war. Sein anfangs ebenfalls festgenommener Lebenspartner ist stellvertretender Leiter der inklusiven Kita. Er wurde wieder freigelassen, weil sich der dringende Tatverdacht gegen ihn nicht erhärtet hatte - er ist allerdings laut Evangelischem Dekanat Würzburg bis auf weiteres von seinem Dienst in der Kita freigestellt. Nach Angaben der Ermittler besteht die "realistische Möglichkeit", dass der Erzieher nichts von den pädophilen Machenschaften seines Partners mitbekommen hat. Ob auch Kinder aus der Würzburger Kita missbraucht und dabei gefilmt wurden, ist nach Angaben der Ermittler unwahrscheinlich - ganz könne es aber bislang nicht ausgeschlossen werden.

Telefonhotline für Hinweise aus der Bevölkerung

Der inhaftierte Mann war auch als Kinder- und Jugendtrainer in Sportvereinen aktiv - zusammen mit seinem Partner hatte er zwei Pflegekinder. Der Logopäde schweigt seit seiner Festnahme zu den Vorwürfen. Die Kripo hat eine kostenlose Hotline für Hinweise aus der Bevölkerung eingerichtet. Sie täglich (auch am Wochenende) von 8 bis 22 Uhr unter folgender Telefonnummer erreichbar: 0800/7733744