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Würzburger Kinderporno-Fall: Erste Opfer identifiziert | BR24

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Im Fall des Würzburger Logopäden, der Kinder sexuell missbraucht haben soll, sind die ersten Opfer identifiziert worden. Laut Polizei und Staatsanwaltschaft handelte es sich um Jungen einer Kindertagesstätte.

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Würzburger Kinderporno-Fall: Erste Opfer identifiziert

Im Fall des Würzburger Logopäden, der Kinder sexuell missbraucht haben soll, sind die ersten Opfer identifiziert worden. Laut Polizei und Staatsanwaltschaft handelte es sich um Jungen einer Kindertagesstätte.

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Im Würzburger Kinderporno-Fall haben die Ermittler erste Opfer identifiziert. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, handelte es sich um Jungen einer Kindertagesstätte im Würzburger Stadtteil Heuchelhof. Der inhaftierte Beschuldigte soll sie dort als Logopäde behandelt haben. Die entsprechenden Aufnahmen seien auch in den Räumen der Einrichtung entstanden.

Kita-Personal hat offenbar nichts bemerkt

Nach derzeitigem Ermittlungsstand seien keine Anhaltspunkte dafür vorhanden, dass die Missbrauchshandlungen vom Personal der Kindertagesstätte bemerkt wurden, heißt es in der Mitteilung. Der Ehemann des Beschuldigten ist der stellvertretende Leiter der Kita. Offenbar hat er nichts von den Machenschaften seines Partners mitbekommen. Auch die weiteren Ermittlungen hätten den Tatverdacht gegen diese Person bislang nicht weiter erhärtet.

Kita-Leitung lässt ihr Amt ruhen

Die Leitung der betroffenen Kindertagesstätte lässt ihr Amt Ruhen, bis alles geklärt ist. «Eine neue kommissarische Leitung wurde eingesetzt», teilte Dekanin Edda Weise mit.

"Als Träger einer Kindertagesstätte sind wir verantwortlich für die Sicherheit und das Wohlbefinden der Kinder und ihrer Eltern. Das ist uns eine große Verpflichtung." Edda Weise, Evang.-Luth. Dekanat Würzburg

Deshalb stehe der Kita geschultes Personal von Notfallseelsorge und Polizei als Ansprechpartner für Familien und Mitarbeiter zur Verfügung.

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Im Fall des Würzburger Logopäden, der Kinder sexuell mißbraucht haben soll, sind die ersten Opfer identifiziert worden. Das haben Polizei und Staatsanwaltschaft am Vormittag mitgeteilt.

Kinderpornos im "Darknet" verbreitet

Zur Identifizierung haben umfangreiche Ermittlungen der Sonderkommission "01-2019“ und der Zentralstelle Cybercrime Bayern der Staatsanwaltschaft Bamberg geführt. Das kinderpornographische Material war im sogenannten "Darknet“ verbreitet worden. Bei den Ermittlungen ergab sich zunächst ein Tatverdacht gegen zwei Männer aus Würzburg. Ein Beschuldigter befindet sich seit knapp drei Wochen wegen des dringenden Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern, sowie der Herstellung und der Verbreitung kinderpornographischer Schriften in Untersuchungshaft. Die zweite tatverdächtige Person wurde bereits vor drei Wochen mangels dringenden Tatverdachts wieder auf freien Fuß gesetzt.

Mehrere Terabyte Datenmaterial

Im Rahmen einer groß angelegten Durchsuchungsaktion konnten Einsatzkräfte im März unter anderem eine dreistellige Zahl an Datenträgern sicherstellen. Insgesamt wurde Datenmaterial mit einem Umfang von mehreren Terabyte gesichert. Die Daten werden derzeit ausgewertet. Im Rahmen dieser Auswertungen sind die Ermittler auf eine Vielzahl kinderpornographischer Bilder und Videos gestoßen, die zur Identifizierung weiterer Tatopfer und Tatorte führen könnten, so die Polizei. Der inhaftierte Beschuldigte hat nach Angaben der Polizei bislang nur eine erste kurze Stellungnahme zu den Vorwürfen abgegeben.