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Würzburger Kiliansgruft wird wieder eröffnet | BR24

© POW/Bistum Würzburg

Blick in die Würzburger Kiliansgruft

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    Würzburger Kiliansgruft wird wieder eröffnet

    Mit einem Gottesdienst und einem besonderen Bußritus wird die von Schmierereien gesäuberte Kiliansgruft des Würzburger Neumünsters wieder eröffnet. Im April wurde die Gruft mit Sprühfarbe geschändet. Tatverdächtig ist ein 55-Jähriger.

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    Morgen ab 17.30 Uhr zelebriert der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann in dem Gottesdienstraum der Gruft einen Pontifikalgottesdienst. Die Kiliansgruft war am 10. April mit Farbschmierereien geschändet worden. Diese sind nun entfernt.

    Gebet um Heilung um Versöhnung

    In solchen Fällen sieht die Katholische Kirche für die Wiedereröffnung einen speziellen Bußritus vor. Der Ritus besteht im Wesentlichen aus einem Gebet um Heilung der Verletzungen, der Bitte um Versöhnung und dem Taufgedächtnis. Der Raum wird dabei mit Weihwasser besprengt. Anschließend wird der Altar neu eingedeckt und die Altarkerzen werden entzündet.

    Grablege der Frankenapostel

    In der Kiliansgruft befinden sich die Gebeine der sogenannten Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan sowie das Urnengrab des seligen Märtyrerpriesters Georg Häfner. Die Farbschmierereien bezogen sich auf den Umgang der katholischen Kirche mit Missbrauchsvorwürfen und verunglimpften den 2014 verstorbenen Generalvikar Karl Hillenbrand. Es entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Euro. Die Polizei hat einen 55-Jährigen als tatverdächtig ermittelt. Gegen den Mann aus dem Landkreis Würzburg läuft ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung, Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener und Störung der Totenruhe.